Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Niebels Teppichkauf
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Entwicklungsminister Dirk Niebel im Bundestag öffentlich für seine
Fehler entschuldigt hat und versprochen hat, die Zollgebühren
nachzuzahlen, muss die Affäre um den fliegenden Teppich für beendet
erklärt werden. Entscheidend ist, dass der Minister nicht verlangt
hat, dass sein Teppich von Kabul nach Berlin geflogen wird. Wer
Niebel kennt, kann erahnen, wie peinlich ihm die Sache ist. Aus
seiner früheren Karriere als FDP-Generalsekretär hat er so manche
Attacke geritten und dabei den politischen Gegner nie geschont. Die
frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kann nach ihrer
Dienstwagen-Affäre ein Lied davon singen. Jetzt war die Zeit reif für
die Begleichung alter Rechnungen. Deshalb sind Forderungen nach
Niebels Rücktritt total überzogen. Noch zehrt der Minister von seinem
Kredit. Niebel hat sein Ministerium und die dazu gehörigen
Organisationen neu aufgestellt. Daran hatten sich sämtliche Vorgänger
die Zähne ausgebissen. Niebel weiß auch, dass er sich nicht mit Ruhm
bekleckert hat. Er ist angeschlagen, weitere Fehler darf er sich
nicht erlauben.
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Datum: 13.06.2012 - 20:10 Uhr
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