Mitteldeutsche Zeitung: Streit um neue Gewerbegebiete
Bauern und Umweltschützer kritisieren Flächenfraß
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den Verlust von wertvollem Ackerland durch neue Gewerbe- und
Industriegebiete in Sachsen-Anhalt. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe). "Das Land
fördert weiter die Erschließung neuer Areale, obwohl bereits
zahlreiche Gewerbegebiete leerstehen", sagte Oliver Wendenkampf,
Geschäftsführer der Umweltschutzorganisation BUND in Sachsen-Anhalt.
Zwar gebe es noch Bedarf an sehr großen Flächen für Investoren.
"Kleinere Gewerbegebiete sollten aber nicht mehr gefördert werden."
Nach Angaben der Landtagsfraktion der Grünen sind in Sachsen-Anhalt
allein 28 größere Industrieareale ausgewiesen. Im Jahr 2010 seien
dort noch 1 200 Hektar frei gewesen. "Durch neue Gewerbe-Areale wird
ohne Not landwirtschaftliche Fläche vernichtet", sagte Christoph
Erdmenger, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen. Kritik an dem
Flächenfraß kommt auch vom Bauernverband. "Jedes Jahr gehen in
Sachsen-Anhalt Hunderte Hektar Ackerboden verloren, weil
Gewerbegebiete oder Ausgleichsflächen, etwa für Straßen,
entstehen", erklärte Hauptgeschäftsführer Fritz Schumann.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 10.07.2012 - 02:00 Uhr
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