WAZ: Bürger kanzeln Politiker ab. Kommentar von Wilhelm Klümper
ID: 683313
provozierend-naiver Gegenentwurf zu den etablierten Parteien, entern
die Parlamente. Offenbar haben sich politische Klasse und Bürger
erheblich voneinander entfernt. Vor diesem Hintergrund überrascht es
nicht, dass dem Politikbetrieb ein verheerendes Zeugnis ausgestellt
wird. Wenn zwei Drittel der Bürger den Bundestagsabgeordneten
fehlendes Engagement und Sachkompetenz unterstellen, dann ist das
alarmierend. Aufhorchen lässt die Forderung von fast 80 Prozent der
befragten Bürger, dass Parlamentarier unabhängiger von ihrer Partei
und Fraktion abstimmen sollten. Das ist ein deutliches Votum gegen
den Parteienstaat, bei dem immer noch zu viele Parteisoldaten durch
Strippenziehereien in Kungelrunden ihren Aufstieg begründen. Viel zu
viele Parteikarrieristen haben im Leben nichts anderes gemacht als
Politik. Dementsprechend abgedroschen sind deren Worthülsen im
Talk-Show-Potpourri. Auch unser Wahlrecht verhilft Politikern allein
durch Spitzenplätze auf Parteilisten ins Parlament. Dagegen haben
Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis erfolgreich Mehrheiten
eingefahren und sind mithin stärker dem Wähler verpflichtet. Man
könnte auch mal darüber nachdenken, die Zahl der Parlamentssitze an
die Wahlbeteiligung zu koppeln. Wenn weniger wählen, dann gibt es
weniger Parlamentarier. Vielleicht würden dann wirklich die Besten
für uns Politik machen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.07.2012 - 19:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 683313
Anzahl Zeichen: 1726
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 190 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Bürger kanzeln Politiker ab. Kommentar von Wilhelm Klümper"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
WAZ: Rohrstock für die Politik. Kommentar von Dietmar Seher ...
Das war kein Nasenstüber. Das war der Rohrstock. Das Bundesverfassungsgericht hält die Höhe der Leistungen für Asylbewerber nicht nur für niedrig, sondern für menschenunwürdig. Der Staat muss die monatlichen Zahlungen drastisch erhöhen - von im Schnitt 224 auf zunächst knapp 340 Euro bei
WAZ: Recycling ist gut - wenig Müll besser. Kommentar von Gregor Boldt ...
Seit geraumer Zeit haben wir uns gefragt, warum wir einen Joghurtbecher aus Plastik in den Gelben Sack werfen, einen Eimer aus dem gleichen Material jedoch im Hausmüll - das ist die graue Tonne - entsorgen sollen. Mit einer bundesweit einheitlichen Wertstofftonne, die Umweltminister Altmaier vo
Trierischer Volksfreund: Nichts als Lug und Trug - Kommentar zur angekündigten Insolvenz des Nürburgrings in Rheinland-Pfalz ...
Genug gelogen, vertuscht, kleingerechnet, gegiftet und geleugnet: Seit gestern ist offenkundig, was jeder seit Monaten, wenn nicht Jahren hätte wissen müssen, der Zahlen lesen kann: Das Projekt betonierter Größenwahn am Nürburgring ist pleite, die Landes-SPD wird dem rheinland-pfälzischen
Mayer: In Deutschland ist kein Platz für Hass und Gewalt ...
Heute wird in Berlin der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2011 vorgestellt. Hierzu erklärt der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer: "Die Gewaltbereitschaft extremistischer Täter in Deutschland hat auch im vergangenen Ja




