Barthle: Union für Spanien-Hilfe und gegen Vergemeinschaftung von Schulden
ID: 683916
Rettungsschirmes EFSF an Spanien zur Rekapitalisierung spanischer
Finanzinstitute. Der Deutsche Bundestag wird dem Bundesfinanzminister
mit breiter Mehrheit "grünes Licht" für den Abschluss einer
Vereinbarung über Hilfsmaßnahmen bis zu einer Gesamthöhe von 100
Milliarden Euro geben. Dazu erklärt der haushaltspolitische Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Norbert Barthle:
"Es ist richtig und notwendig, dass Spanien Hilfen aus dem
Rettungsschirm EFSF für seinen Bankensektor erhält. Andernfalls
würden gravierende systemische Auswirkungen auf Spanien, andere
Mitgliedstaaten der Eurozone und die Stabilität der Eurozone
insgesamt drohen. Dies haben die Experten der Europäischen
Kommission, der Europäischen Zentralbank, der Europäischen
Bankenaufsicht und des Internationalen Währungsfonds bei ihren
Prüfungen festgestellt.
Die spanischen Banken erhalten nicht unmittelbar Geld aus dem
Rettungsschirm. Die Vereinbarung über Hilfen wird zwischen der EFSF
und Spanien geschlossen, und Spanien haftet für die Kredite.
Weiterhin gilt der Grundsatz, dass es Hilfen nur gegen Auflagen
gibt. Die Hilfen für Spanien sind mit erheblichen Auflagen zum einen
für den Bankenbereich zum anderen für Spanien selbst versehen. Für
den spanischen Bankenbereich und dessen Restrukturierung sind u. a.
Gehaltsdeckel für Bankmanager und die Abwicklung nicht lebensfähiger
Banken vorgesehen. Spanien hat bereits beeindruckende Reformen
geleistet. So hat es beispielsweise eine Rentenreform mit Erhöhung
des Renteneintrittsalters und der Einführung eines
Nachhaltigkeitsfaktors sowie die Einführung einer Schuldenbremse
beschlossen. Spanien verpflichtet sich zu weiteren Reformen u. a. im
Arbeitsmarkt- und Steuerbereich.
Für die Union war und ist wichtig, dass Risiko und Haftung
zusammengehören. Dies ist mit der vorgesehenen Hilfsvereinbarung
gesichert: Die Eigentümer und bestimmte Gläubiger der spanischen
Banken werden an den Kosten für die Restrukturierung der spanischen
Banken beteiligt.
Eine systematische Vergemeinschaftung von Schulden, wie sie die
Opposition mit Eurobonds oder einem Altschuldentilgungsfonds immer
wieder fordert, wird es mit der Union nicht geben. Dagegen gibt es
nicht nur erhebliche verfassungsrechtliche und europarechtliche
Bedenken, sondern das ist vor allem nicht das Europa was wir wollen:
Wir wollen Solidarität und Solidität. Jedes Land muss für sich
zeigen, dass es solide wirtschaften kann und will.
Auch nach dem "grünen Licht" heute, ist der Deutsche Bundestag im
weiteren Verfahren zur Spanienhilfe intensiv eingebunden. Der
Bundestag bekommt von der Bundesregierung rechtzeitig alle relevanten
Informationen, und der Haushaltsausschuss hat die Möglichkeit, eine
für die Regierung verbindliche Stellungnahme abzugeben."
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.07.2012 - 14:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 683916
Anzahl Zeichen: 3413
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Barthle: Union für Spanien-Hilfe und gegen Vergemeinschaftung von Schulden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wachstumskräfte stärken und Wohlstand sichern Anlässlich des Frühjahresgutachten des Sachverständigenrats erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Lenz: "Die deutsche Wirtschaft steht weiter unter erheblichem externem Druck. Hande
Weisgerber/Klein: Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz beschlossen ...
Aufbruch für den Filmstandort Deutschland Das Bundeskabinett hat heute das Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz beschlossen. Hierzu erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Anja Weisgerber, und die kultur- und medienpolitische Sprecherin, Ottilie Klein
Luczak/Kießling: Grundlegende Novelle Baugesetzbuch beschlossen ...
Vorrang für Wohnungsbau statt neuer Auflagen Das Bundeskabinett hat heute eine umfassende Novelle des Baugesetzbuches beschlossen. Hierzu erklären der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak, und der zuständige Berichterstatter, Michael Kießling: Jan-Marco L
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Private Krankenversicherung: Vorsicht vor Leistungskürzungen bei einem Tarifwechsel ...
Die Tarifwechselberatung im Bereich der privaten Krankenversicherung sollte grundsätzlich nach dem sogenannten zweistufigen Beratungsprozess erfolgen. Im ersten Schritt ist zu ermitteln und dem Kunden zu vergegenwärtigen, welche Leistungen konkret in seinem bestehenden privaten Krankenversicherung
Hessen zeigt großes Engagement bei Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern ...
Sozialminister Stefan Grüttner zum:"Initiativen der Landesregierung zeigen Wirkung ? 6.100 Schülerinnen und Schüler an den Fachschulen sind historischer Höchststand Das Land Hessen setzt bei der Gewinnung zukünftiger Erzieherinnen und Erzieher auf vielfältige Aktivitäten. So begegn
Bundesaußenminister Westerwelle kondoliert zum Tod des ehemaligen französischen Außenministers Jean François-Poncet ...
Minister Westerwelle äußerte heute seine Betroffenheit über den Tod von Jean François-Poncet, der am 18. Juli 2012 im Alter von 83 Jahren in Paris verstarb: "Mit großem Bedauern habe ich vom Tode des ehemaligen französischen Außenministers und Senators Jean François-Poncet erfahren
Erklärung von Bundesaußenminister Westerwelle zu Syrien ...
Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte heute (19.07.) in Berlin: "Die Gewalt kehrt nun dort hin zurück, wo sie ihren Ausgang genommen hat, nämlich ins Machtzentrum des Assad-Regimes nach Damaskus. Das ist die direkte Folge und das Ergebnis der brutalen Politik und der Verweiger




