EZB-Anleihekäufe sollen Zeit schinden
ID: 692945
EZB-Anleihekäufe sollen Zeit schinden
"Die Wiederaufnahme der Anleihekäufe durch die EZB bringt keine Lösung der Krise, sondern würde die Lage höchstens für kurze Zeit und nur zum Schein beruhigen", kommentiert Sahra Wagenknecht die Gerüchte über das erneute Eingreifen der EZB. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Während Bundesfinanzminister Schäuble auf Sylt Krimis liest, muss die Europäische Zentralbank (EZB) versuchen, das nicht zuletzt von ihm hinterlassene Chaos in Europa unter Kontrolle zu halten. Ein Kauf von Anleihen durch die EZB würde aber in erster Linie den Banken nützen. Sie würden vor weiteren Verlusten geschützt. Wen wundert es da noch, dass Draghi die Mitgliedschaft in einer Lobbyorganisation für Großbanken vorgeworfen wird. Dagegen würde durch die EZB-Maßnahme in Europa weder etwas an der Rezessionspolitik durch das Kürzungsdiktat geändert noch die Schulden Spaniens oder Italiens gesenkt werden. Die Zinsen könnten für diese Länder durch das Eingreifen der EZB bestenfalls auf einem immer noch zu hohen Niveau fixiert werden. Doch selbst das wäre äußerst unsicher, denn die Intervention der EZB zwischen August und November letzten Jahres war ein Flop. In diesen vier Monaten kaufte die Zentralbank Anleihen im Wert von 130 Milliarden Euro. Die Zinsen für spanische und italienische Anleihen stiegen im selben Zeitraum trotzdem und erreichten im November vorläufige Rekordwerte.
DIE LINKE fordert einen sofortigen Stopp der Kürzungspolitik. Die Finanzierung der öffentlichen Haushalte muss von der Diktatur der Finanzmärkte befreit werden. Dazu ist es nötig, dass die EZB die Staaten in einem festgelegten Rahmen direkt mit günstigen Krediten versorgt. Die Staatsschulden sind durch einen harten Schuldenschnitt und eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre drastisch zu senken. Die privaten Großbanken müssen vergesellschaftet und die gesamte Finanzbranche strengstens reguliert werden. Deutschland muss geeignete Maßnahmen zur Stärkung der Binnennachfrage ergreifen."
F.d.R. Michael Schlick
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 02.08.2012 - 16:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 692945
Anzahl Zeichen: 2590
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 378 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EZB-Anleihekäufe sollen Zeit schinden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Rechtmäßiger Einsatz der Quellen-TKÜ ...
Innenminister Joachim Herrmann: Datenschutzbeauftragter bestätigt rechtmäßigen Einsatz der Quellen-TKÜ - Sorgsamer Umgang mit Daten - Wertvolle datenschutzrechtliche Hinweise für künftige Maßnahmen Der Prüfbericht zur sogenannten Quellen-Telekommunikations-Überwachung (Quellen-TKÜ), den
Friedrich treibt Zentralisierung der Sicherheitsbehörden gezielt voran ...
"Die Hintergründe der scheinbar völlig außer Kontrolle geratenen Personalpolitik von Bundesinnenminister Friedrich müssen schnellstmöglich aufgeklärt werden. Hier geht es offenbar um hemmungslose parteipolitische Machtpolitik. Es ist sicher kein Zufall, dass ein Jahr vor der nächsten B
Informationsfreiheit ausbauen und Open Data verwirklichen ...
Anlässlich der vom Bundesinnenministerium vorgestellten Studie "Open Government Data Deutschland" erklären der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Michael Hartmann und der netzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil: Bundesinnenminister Friedric
Pyrotechnik in Stadien ? GRÜNE für eine ergebnisoffene Debatte ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Innenminister Boris Rhein (CDU) dazu auf, den von ihm angekündigten Hessischen Fußballgipfel nicht nur für einen konstruktiven und offenen Dialog mit Vereinen, Fanvertretern und Fanclubs sowie der Polizei zu nutzen, sondern auch wieder in




