Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Ursula von der Leyens Rentenplänen
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Was lange währt, wird endlich gut. Heißt es.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat sich Zeit gelassen
mit der Präsentation ihrer Vorschläge zur Verhinderung von
Altersarmut - und nun ein unausgegorenes Konzept vorgestellt. Es
enthält positive Elemente wie etwa die stärkere Berücksichtigung der
Kindererziehung und Pflege von Angehörigen bei der Rente.
Problematisch ist allerdings, dass die Zuschussrente nur solchen
zugutekommen soll, die privat fürs Alter vorgesorgt haben. Von
geringen Renten und somit Altersarmut sind vor allem
Niedrigverdiener, Teilzeitbeschäftigte, Leiharbeiter und Menschen mit
längeren Phasen der Arbeitslosigkeit betroffen. Diesen aber dürfte es
schwer fallen, von ihrem Verdienst noch etwas abzuzwacken. Besser
wäre gewesen, die Ministerin hätte sich noch ein wenig mehr Zeit
genommen und ein Konzept vorgelegt, das das Problem Altersarmut an
den Wurzeln packt.
von Maria Gruber, MZ
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Datum: 09.08.2012 - 19:39 Uhr
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