RNZ: Herz&Nieren
Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg zu Krisentreffen Organspende
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besten können - sie verteilen Medizin. Im aktuellen Fall:
Beruhigungspillen. Der Organspende-Skandal der zurückliegenden Wochen
hat die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die Skepsis gegenüber der
Transplantationsmedizin ist dadurch noch größer geworden. Die
Mehrheit der Deutschen glaubt nicht mehr, dass es bei der Vergabe von
Spenderorganen an todkranke Patienten mit rechten Dingen zugeht. Und
das zu einem wirklich unpassenden Zeitpunkt: Das
Gesundheitsministerium will ja gerade mehr Deutsche dazu bewegen,
sich einen Organspendeausweis auszustellen. Jetzt versprechen die
Ärzte und Krankenhäuser mehr Kontrolle und Transparenz. Sie wollen
das umstrittene System der Organ-Schnellvergabe quasi auf Herz und
Nieren prüfen. Wundern, dass dies nicht schon längst Standard ist,
muss man sich aber nicht. Denn die Kontrollierten sind gleichzeitig
auch die Kontrolleure gewesen. Jetzt müssen sich mindestens zwei
Mediziner vor der Vergabe mit einem Organ befassen. Ob dies das
verloren gegangene Vertrauen wieder herstellt? Die Ärzte sind jetzt
in der Bringschuld. Ansonsten kommt auch der zuständige Ressortchef
Bahr nicht umhin, mit strikter staatlicher Kontrolle zu reagieren.
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
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Datum: 09.08.2012 - 20:23 Uhr
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