Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt
Staatssekretär Bergner beklagt seelischen Spießrutenlauf der Olympia-Starter
ID: 700116
Sachsen-Anhalts Sportler bei den Olympischen Spielen in London wirbt
der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium,
Christoph Bergner (CDU), für mehr Nachsicht mit den Athleten. "Wir
dürfen nicht zulassen, dass Sportler und Trainer, die ohne erwartetes
Edelmetall aus London zurückgekommen sind, durch respektlose
öffentliche Darstellung für ihr zukünftige Arbeit demotiviert
werden", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Mittwochausgabe). Bergner, der auch Präsident des SV Halle ist,
bezieht sich dabei vor allem auf die Schwimmer. Allein sein Verein
hatte mit Paul Biedermann, Theresa Michalak und Daniela Schreiber
drei Athleten in der Sportart abgestellt. "Die Diskussion in den
deutschen Medien ist für viele unserer Schwimmer und ihre Trainer zum
seelischen Spießrutenlauf geworden. Wenn Deutschland so mit seinen
Leistungsträgern umgeht, werden wir bald keine Leistungsträger mehr
haben", sagte er dem Blatt. Und weiter: "Ich stemme mich gegen eine
Logik der Gladiatorenkämpfe, die nur Daumen heben oder Daumen senken
kennt." Die Schwimmer waren aus London ohne Medaillen zurückgekehrt,
obwohl gerade Weltrekordler Paul Biedermann aus Halle mit hohen
Erwartungen gestartet war.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 14.08.2012 - 19:53 Uhr
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