LVZ: Bundespräsident zeigt sich skeptisch gegenüber NPD-Verbotsantrag / "Solange können und wollen wir mit unserem Engagement nicht warten"
ID: 702521
zurückhaltend zur Wirksamkeit eines NPD-Parteienverbots bei der
Bekämpfung der Neonazis geäußert. In einem Interview mit der
"Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) sagte das Staatsoberhaupt:
"Das muss sehr sorgfältig bedacht werden." Er verfolge aufmerksam die
Arbeit der Experten aus Bund und Ländern. "Solche Verfahren brauchen
auch Zeit. Solange können und wollen wir mit unserem Engagement nicht
warten", meinte Gauck, der vor seiner Präsidentschaft Vorsitzender
des Vereins "Gegen Vergessen - für Demokratie" war. "Im Alltag ist es
heute so, dass die Bürgergesellschaft vielerorts recht aktiv ist.
Überall, wo die Braunen auftreten, sind wir zehn Mal mehr als die",
hob der Bundespräsident hervor. "Und das macht Mut." Auf die Frage,
was man als Bürger machen könne, wenn sich herausstelle, der Nachbar
sei ein Nazi, riet das Staatsoberhaupt dazu: "Keine Angst haben. Den
eigenen Argumenten trauen. Freunde suchen." Zugleich solle man den
verführten Jugendlichen "anders behandeln als die eingefleischten
Ideologen und Menschenfeinde", meinte Joachim Gauck. Der
Bundespräsident ermunterte aber auch ausdrücklich dazu, präsent und
standhaft zu bleiben. Gauck sagte: "Nicht weglaufen. Zeuge sein, wo
ein Zeuge gebraucht wird." Der Bundespräsident widersprach in dem
Interview auch der in rechtsextremistischen Kreisen propagierten
These von in Ostdeutschland durchgesetzten sogenannten "National
befreiten Zonen". Diese gebe es in der Form gar nicht. "Das hätten
die Nazis gerne." Zugleich rief Gauck dazu auf, sich stärker an
Wahlen zu beteiligen, dann sei es mit der Anwesenheit rechtsradikaler
Gruppierungen in Parlamenten bald vorbei. "Die rechtsradikalen
Abgeordneten verschwinden sehr schnell aus dem Parlament, wenn mehr
Bürger zur Wahl gehen."
Pressekontakt:
Leipziger Volkszeitung
Büro Berlin
Telefon: 030/233 244 0
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.08.2012 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 702521
Anzahl Zeichen: 2151
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leipzig
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 230 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"LVZ: Bundespräsident zeigt sich skeptisch gegenüber NPD-Verbotsantrag / "Solange können und wollen wir mit unserem Engagement nicht warten""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Leipziger Volkszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Zentralrat der Roma und Sinti in Deutschland hat vor der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag und Dienstag nach Bulgarien und Rumänien einen Verzicht auf Roma-Abschiebungen aus Deutschland in das Kosovo verlangt. Zugleich machte Zentralratssprecher Herbert Heuß in einem
LVZ: Wegen der geplanten Erhöhung der Hartz-IV-Bezüge fordert die Linkspartei eine neue "Armutsbremse" bei den Renten / Drohender Absturz der Rentner ...
Eine "Armutsbremse" zum Schutz der Rentner angesichts steigender Hartz-IV-Beträge fordert die Linkspartei. Obwohl die Hartz-IV-Beträge 2011 nach Meinung der Linkspartei nur äußerst bescheiden ansteigen - regulär zum Jahreswechsel um fünf Euro, im zweiten Halbjahr 2011 wegen der P
LVZ: Polizei-Gewerkschaften kritisieren neue Hamburger "Blaulicht-Steuer" / GdP: "Verrückt, was in der Polizei derzeit abgeht" ...
Als Beleg für "verrückte" Vorgänge bei der Polizei haben die Polizeigewerkschaften die in Hamburg ab Jahreswechsel geltende "Blaulichtsteuer" von 40 Euro pro Polizeiruf bei Blechschäden im Straßenverkehr kritisiert. "Wenn das Schule macht, wird demnächst eine Ein
Weitere Mitteilungen von Leipziger Volkszeitung
Arbeitnehmerumfrage: Mehrheit ungenügend für Pflegefall abgesichert - Einfluss durch staatliche Förderung dennoch begrenzt ...
Fast zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich für den Pflegefall nicht hinreichend abgesichert. Trotzdem ist der Einfluss der staatlichen Förderung für private Pflegezusatzversicherung überschaubar. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Arbeitnehmern, die von
LVZ: Rösler verteidigt Strompreis-Sonderreglungen für die Industrie mit konkreter Sorge um Arbeitsplätze / "Altmaier ist ein supertoller Umweltminister" ...
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Bedeutung wettbewerbsfähiger Energiepreise in Deutschland und Strompreis-Sonderregelungen für besondere Industriezweige hervorgehoben. In einem Video-Interview für die in der Mediengruppe Madsack erscheinenden "Leipziger Volkszeitung"
LVZ: Rösler hat "auch Freude" am Amt des FDP-Chefs und Brüderle "ist Fraktionsvorsitzender - das macht er hervorragend" / Beide seien ein hervorragendes Team ...
Trotz der Umfragebewertung als unbeliebtester deutscher Spitzenpolitiker und unbeschadet kritischer Bewertungen aus den eigenen Reihen macht Philipp Rösler seine Arbeit als FDP-Vorsitzender "auch Freude". In einem Video-Interview für die in der Mediengruppe Madsack erscheinenden "
Mindener Tageblatt: Kommentar zu: Karlsruhe erlaubt Einsatz militärischer Mittel / Lizenz zum Staatsstreich? ...
Schon der formale Vorgang ist ungewöhnlich: Dass sich beide Kammern des Verfassungsgerichts zu einer Entscheidung zusammenfinden, hat es in der Geschichte des höchsten deutschen Gerichts erst fünfmal gegeben. Ungewöhnlich ist auch, dass dieses Plenum ein vorheriges Urteil eines Teils seiner




