BERLINER MORGENPOST: Mut zur Umkehr in der Energiepolitik Daniel Wetzelüber den Energiegipfel im Bu

BERLINER MORGENPOST: Mut zur Umkehr in der Energiepolitik
Daniel Wetzelüber den Energiegipfel im Bundeskanzleramt

ID: 708041
(ots) - Kommt jetzt die Wende zum Besseren? Seit Montag
dieser Woche ist Angela Merkels Energiepolitik nicht mehr
"alternativlos". Denn Top-Ökonomen haben im Kanzleramt einen
Gegenentwurf zu dem umstrittenen Ökostromgesetz EEG vorgelegt
- gerade noch rechtzeitig vor dem Energiegipfel. Das vom Mitglied des
Sachverständigenrats Christoph Schmidt präsentierte Konzept einer
"marktwirtschaftlichen Energiewende" zeigt endlich einen Weg raus aus
dem sich immer schneller drehenden Subventionstornado, zu dem sich
das System der Ökostromförderung entwickelt hat. Nach dem von Schmidt
vorgeschlagenen Quotenmodell könnten die Ziele der Energiewende
genauso schnell erreicht werden, doch zu fast einem Zehntel der
Kosten für den Verbraucher. Es wäre die Rückkehr zur Marktwirtschaft
nach Jahren der planwirtschaftlichen Irrungen - zum Nutzen aller. Die
Bundesregierung steht damit vor einem taktischen Dilemma. Sie hat für
die Energiewende zwar mindestens genauso viel geleistet wie Rot-Grün
zu ihren besten Zeiten. Doch ein Gewinnerthema ist diese Wende im
anstehenden Bundestagswahlkampf für Schwarz-Gelb trotzdem nicht. Die
Koalition hat es nicht verstanden, Ordnung und System in das weltweit
größte Infrastrukturprojekt zu bekommen. Sie wird verantwortlich
gemacht für eine völlig unkontrollierte Kostenentwicklung. Und die
Bundeskanzlerin ist ausgerechnet zu Beginn des Wahljahres 2013
gezwungen, ihr Versprechen einer auf 3,6 Cent pro Kilowattstunde
eingefrorenen Ökostromumlage zu brechen: Die Kostenbelastung der
Bürger steigt in Wahrheit drastisch auf über fünf Cent an. Die
Verbraucher sollen immer mehr zahlen, während zugleich die
Versorgungssicherheit sinkt und die Bundesnetzagentur vor dem weiter
steigenden Blackout-Risiko im kommenden Winter warnt. Die Minister,
die da nun zum Energiegipfel zusammenkommen, wollten eigentlich


weitere Kostensteigerungen beschließen. So sollten die
Stromverbraucher künftig noch mit einer Risikopauschale für die
Anbindung von Offshore-Windparks zur Kasse gebeten werden. Auch eine
"Kapazitätsprämie" ist im Gespräch, mit der die Bürger die auf einmal
benötigten Reservekraftwerke finanzieren sollen. So türmt sich
Subvention auf Beihilfe. Wahlen gewinnt man mit so einem Flickwerk
wohl eher nicht. Vielleicht sollten die Energiepolitiker im
Kanzleramt lieber über die Alternative zum
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reden, die jetzt auf dem Tisch
liegt. Das ist ohnehin überfällig: Das Gesetz war vor zwölf Jahren
zur Markteinführung von Ökostrom geplant. Der hat aber heute bereits
mit 25 Prozent den zweitgrößten Marktanteil und ist damit aus den
Kinderschuhen raus. Jetzt ist es Zeit für eine Rückkehr zur
Marktwirtschaft in der Energiepolitik. Die Energiewende könnte bei
gleichbleibend hohen ökologischen Zielsetzungen zu deutlich
niedrigeren Kosten funktionieren. So würde es der Union auch
gelingen, ihr Profil im Bundestagswahlkampf zu schärfen - anstatt
sich auf unsere Kosten weiter durchzuwursteln.



Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/2591-73650
bmcvd@axelspringer.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Trierischer Volksfreund: Mehr Kontrollen bei der Organspende - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 28.08.2012 Neue OZ: Kommentar zu Organspende
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.08.2012 - 20:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 708041
Anzahl Zeichen: 3417

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BERLINER MORGENPOST: Mut zur Umkehr in der Energiepolitik
Daniel Wetzelüber den Energiegipfel im Bundeskanzleramt
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

BERLINER MORGENPOST (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Berliner Morgenpost" Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den

"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den

"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den


Weitere Mitteilungen von BERLINER MORGENPOST


Trierischer Volksfreund: Mehr Kontrollen bei der Organspende - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 28.08.2012 ...
Vertrauen ist der Anfang von Allem. Mit diesem Slogan warb ein großes deutsches Geldinstitut einst um Kundschaft. Das Motto lässt sich zweifellos auch auf die gegenwärtige Situation im Zuge der jüngsten Transplantations-Skandale übertragen. Wohl den allermeisten Menschen fehlt schlicht das

Neue Presse Hannover: Blackbox - Vorfahrt für echte Innovationen Ein Kommentar von Markus Hauke ...
Mit Vollgas am Verbraucher vorbei: Die Idee, ältere Fahrzeuge jährlich zum TÜV zu schicken, hat sich noch nicht ganz im Abgasnebel verloren, da droht deutschen Autobesitzern schon der nächste teure Einfall der eifrigen Politiker aus Berlin - in Form einer Blackbox. Der kleine schwarze Kasten

Westfalenpost: K(l)eine Rentenreform gegen die Altersarmut ...
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat den richtigen Weg eingeschlagen: Mit der geplanten Senkung des Rentenbeitragssatzes von 19,6 auf 19 Prozent stärkt sie die deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig fordert sie zu Recht die Zuschussrente, um der zunehmenden Altersarmut Herr zu werden. D

Neues Deutschland: Grünen-Politikerin Rothe-Beinlich: Konsens in Thüringen gegen Anschläge auf Politiker-Büros ...
Die Thüringer Parlamentsgeschäftsführerin der Grünen, Astrid Rothe-Beinlich, sieht in den Anschlägen auf Politikerbüros einen Einschüchterungsversuch durch Rechtsradikale. "Nazis wollen zeigen, dass diejenigen, die sich gegen sie positionieren, damit rechnen müssen, angegriffen zu w


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z