Neue OZ: Kommentar zu Theater/Einsparungsforderungen
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Die Hiobsbotschaften aus Nordrhein-Westfalens Theatern wollen
nicht enden, wie gerade die verheerenden Einsparungsforderungen von
zwei Millionen Euro in Münster und die im Juni mit knapper Not
gerettete Theaterehe Düsseldorf/Duisburg im ehrwürdigen
Goldhochzeitsalter zeigen. Da wundert es nicht, dass Intendanten des
Landes nun den Schulterschluss üben. Helfen könnte ihnen, dass vor
wenigen Jahren im benachbarten Niedersachsen die Landesregierung von
den Theatern einforderte, was sie nun ihrerseits verlangen: Theater
als Pflicht für Schüler, selbstverständlich mit finanzieller
Unterstützung des Landes.
Ein kluger wie richtiger Schachzug, denn die NRW-Bühnen werden
immer noch zu einseitig von den Kommunen getragen. Was im einen Land
offiziell schon Pflicht für seine Stadttheater ist, kann im nächsten
wohl kaum aus Finanzgeiz abgelehnt werden, Länderhoheit hin oder her.
Dann verlören Bildungsaufträge als reines Kostenkalkül jede
Glaubwürdigkeit.
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Datum: 02.09.2012 - 22:00 Uhr
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