Alternativen zu Tierversuchen gesucht: Saarländische Across Barriers GmbH arbeitet erfolgreich an Lösungen.
Neue wissenschaftliche Methoden werden auf europäischer Ebene vorgestellt. Pharmazeutische Forschung auf höchstem Niveau sorgt für Sicherheit der Verbraucher und weniger Leid bei Tieren. Zellkulturbasen bieten effektive Möglichkeiten.
Seit 1998 entwickelt das Saarbrücker Unternehmen Across Barriers alternative Methoden um Tierversuche zu vermeiden und gleichzeitig Konsumenten zu schützen. Zukunftsweisend und gesellschaftspolitisch wichtig sei diese Herausforderung, so die Geschäftsführerin Dr. Eleonore Haltner. Alternativen im medizinischen und kosmetischen Bereich sowie in der chemischen Industrie müssten baldmöglichst gefunden werden, um langfristig die Sicherheit der Verbraucher bei dessen zunehmendem Gebrauch von Kosmetika zu gewährleisten. Haltner ist Vizepräsidentin der European Society for Alternatives to Animal Testing, EUSAAT. Jährlich treffen sich dort Wissenschaftler und Behörden, um Forschungsentwicklungen, die Alternativen zu Tierversuchen bieten, weiter voranzubringen um diese von Gesetzesseite offiziell zuzulassen. Across Barriers ist dieses Jahr Mitveranstalter der Konferenz, die vom 4- bis 9- September 2012 in Linz, Österreich stattfindet.
Wie weit sind die Wissenschaftler? Lösungen sind in Sicht: Unterschiedliche Methoden auf Basis von Zellkulturen konnten bereits als erfolgreiche Alternativen zu Tierversuchen identifiziert werden. Basis sind Zelllinien, oder primäre Zellen die den Versuchstieren schonend entnommen und dann im Labor gezüchtet werden. An diesen können die dann folgenden, auch für die offizielle Zulassung notwendigen Laborversuche unternommen werden.
Das saarländische Unternehmen Across Barriers entwickelte ein neues Modell, das bei der Zulassung von Augenmedikamenten eine wichtige Rolle einnehmen kann: „Wir züchten Zellen und simulieren mit diesen die Augenhornhaut. Neue Medikamente werden überprüft und getestet, in dem sie auf das 3D-Modell der Augenhornhaut gegeben werden und Reaktionen beobachtet werden“, so Haltner. Auch Untersuchungen von Toxizität bzw. Verträglichkeiten seien möglich. Also, was passiert beispielsweise, wenn versehentlich Chemikalien ins Auge gelangen. Das von dem pharmazeutischen Forschungsunternehmen entwickelte Modell wurde bereits prevalidiert und die neuesten Ergebnisse werden in Linz Wissenschaftlern und Behördenvertretern vorgestellt.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Across Barriers GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, neue Technologien und Dienstleistungen für die pharmazeutische, kosmetische und chemische Forschung und Entwicklung anzubieten. Grundlage hierzu sind in-vitro Modelle von Zell- und Gewebesystemen, die den Transport von Substanzen und Formulierungen über biologische Barrieren simulieren und somit frühzeitig Rückschlüsse auf die Permeabilität erlauben. Für unsere Kunden ergeben sich einzigartige Vorteile im Wettbewerb:
•Bereits in einer frühen Phase der Wirkstoffentwicklung lassen sich mit hoher Kapazität und Geschwindigkeit Erfolg versprechende und weniger geeignete Substanzen unterscheiden.
•Der zeitliche und finanzielle Aufwand der Wirkstoffentwicklung wird signifikant gesenkt.
•Kostenintensive und ethisch problematische Tierversuche lassen sich auf das Mindestmaß reduzieren.
•Die in-vitro Modelle erlauben auch eine Klassifikation von Formulierungen, die über neuartige Darreichungsformen wie Inhalationsaerosole oder transdermale Methoden verabreicht werden. Darüber hinaus erlauben sie mechanistische Aufschlüsse über das in-vivo Verhalten von Substanzen.
In Verbindung mit unserem Bereich Analytik und physikochemische Charakterisierung bieten wir alle Untersuchungsmethoden für eine Klassifizierung von Wirksubstanzen entsprechend der BCS-Richtlinie der FDA und somit die Möglichkeit eine Freistellung von in-vivo Bioäquivalenz- und in-vivo Bioverfügbarkeitsstudien zu erhalten.
Die Verwendung von Gewebe- und Zellkulturen in der präklinischen Forschung stellt somit einen intelligenten und innovativen Schritt dar, die Entwicklung moderner Wirkstoffe und Formulierungen schneller, kostengünstiger und sicherer zu gestalten. Across Barriers entwickelt und vertreibt hierzu validierte Modelle und sichert somit seinen Kunden einen Vorsprung in einer zukunftsweisenden Technologie.
Across Barriers GmbH
Science Park 1
66123 Saarbrücken
Deutschland
Phone: +49 (0) 681 95918-800
Fax: +49 (0) 681 95918-802
E-Mail: dr.haltner(at)acrossbarriers.de
Healthcare-Saarland
Barbara Hartmann, b.h.hartmann(at)web.de
Datum: 07.09.2012 - 15:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 716649
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Kategorie:
Pharma
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 07.09.2012
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