Greenpeace-Aktivisten fordern Freilassung ihrer in Holland festgehaltenen Kollegen / Sieben Deutsche nach Protesten gegen Shell noch immer in holländischem Polizeigewahrsam
ID: 722001
der Shell-Tankstelle vor dem Hamburger Dammtorbahnhof protestieren
heute insgesamt 14 Aktivisten von Greenpeace-Deutschland für die
Freilassung ihrer in Holland festgehaltenen Kollegen. Fünf
Umweltschützer sitzen vor der Tankstelle in einem rund sechs mal drei
Meter großen Stahlkäfig, auf einem Banner steht: "Unseren Protest
kann man so nicht stoppen!" und "Shell, raus aus der Arktis!" Der
Grund für die Aktion: Bei Protesten an Tankstellen gegen Shells erste
arktische Ölbohrung waren gestern in Holland 18 Umweltschützer
festgenommen worden darunter zehn Deutsche. Die Umweltschützer können
online bei einer twitter-Demo gegen Shell unterstützt werden.
Internet-Nutzer können aus der ganzen Welt über twitter direkt an der
Greenpeace-Aktivität teilnehmen
(http://twitterprotest.savethearctic.org). "Anstatt Umweltschützer
wegen friedlicher Proteste festzunehmen, sollten die Behörden in
Holland sich für den Schutz der Arktis einsetzen", sagt Kai Britt,
Ölexperte von Greenpeace-Deutschland.
Greenpeace-Aktivisten in Deutschland setzen Kampagne zum Schutz
der Arktis fort
Ehrenamtliche von Greenpeace protestieren in diesen Tagen
bundesweit vor Shell Tankstellen für den Schutz der Arktis. Bei der
gestern gestarteten Online-Demo sind bisher rund zehntausend
Protest-Tweets eingegangen. Das Ökosystem der Arktis ist einzigartig,
ein Ölunfall hätte katastrophale Folgen für Flora und Fauna. Die
Ölausbeutung in der Arktis ist sehr riskant. Extreme
Wetterbedingungen, Eisgang, niedrige Temperaturen und schwere Stürme
stellen eine nicht beherrschbare Herausforderung dar. Bei einem
Unfall würde dieses einmalige Ökosystem für lange Zeit schwer
geschädigt. Greenpeace fordert daher Shell und andere Ölkonzerne auf,
sich aus der Arktis zurückzuziehen und in erneuerbare Energien zu
investieren.
Shell bekommt Probleme nicht in den Griff
Die Ölbohrung von Shell ist bereits während der Vorbereitungen von
massiven Problemen überschattet worden. Der Konzern wollte
ursprünglich Anfang Juli mit den Bohrungen zu beginnen. Doch Eisgang
und fehlende Genehmigungen hatten den Start immer wieder verzögert.
Auch in dieser Woche musste der Konzern die Bohrungen wenige Stunden
nach Beginn wegen Eisgang wieder stoppen. Shell versucht jetzt die
Genehmigungen für die Bohrungen zu verlängern, ungeachtet der immer
schwierigeren Wetterbedingungen. "Shell setzt alles auf eine Karte
und handelt unverantwortlich", so Britt. Greenpeace fordert ein
Verbot der Ölausbeutung in der Arktis und setzt sich für ein
Schutzgebiet rund um den Nordpol ein.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Kai Britt, Tel.
0171-8780804, Jörg Feddern, Tel. 0171-8781191 oder an Pressesprecher
Björn Jettka, Tel. 0171-8780778. Fotos von der Twitter-Demo und der
aktuellen Aktion erhalten Sie unter Tel. 0179-1153393.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
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Datum: 15.09.2012 - 16:21 Uhr
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Kategorie:
Energie & Umwelt
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