Eveline Lemke (Grüne) fordert Endlager-Such-Gesetz / "zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 20.9

Eveline Lemke (Grüne) fordert Endlager-Such-Gesetz / "zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 20.9.2012, 20.15 Uhr im SWR Fernsehen

ID: 726169
(ots) - Die rheinland-pfälzische Energieministerin Eveline
Lemke (Grüne) fordert von Bundesum-welt¬minister Peter Altmaier (CDU)
mehr Tempo bei der Endlagersuche. Altmaier müsse endlich ein
Endlager-Such-Gesetz auf den Weg bringen, das müsse noch vor der
Bundestagswahl 2013 geschehen, sagte Lemke dem SWR-Politikmagazin
"zur Sache Rheinland-Pfalz!". Schon jetzt sei "ein Atommüllstau
vorprogrammiert", warnte sie.

Lemke will am Samstag bei einer öffentlichen
Informationsveranstaltung zum Rückbau des Atomkraftwerks
Mülheim-Kärlich Anwohner informieren. 2.900 Tonnen an radioaktivem
Material müssten noch aus dem Altwerk herausgeholt werden, sagte
Lemke. Die hoch radioaktiven Brennstäbe seien aber bereits 2002
entfernt worden. Alles, was aus dem Werk gehe, müsse gründlich
dekontaminiert werden, betonte Lemke: "Das wird abgewaschen, schon
auf dem Gelände." Problematisch sei dabei vor allem der kleine,
radioaktiv belastete Staub. Beim Rückbau müssten daher höchste
Sicherheitsmaßnahmen gelten.

Schon im Kraftwerk selbst werde durch Sicherheitsschleusen, eine
Belüftung und durch Messungen sichergestellt, dass keine
Radioaktivität nach draußen gelange. "Die Strahlung ist jetzt schon
weniger als in einem AKW in Betrieb", betonte Lemke. Die riesigen
Bauteile des Atomkraftwerkes müssen in kleine Gebinde verpackt
werden. Diese "einlagerungsfähigen Gebinde" würden derzeit in ein
Zwischenlager in Nordrhein-Westfalen transportiert.

Ein Zwischenlager in Mülheim-Kärlich werde es nicht geben, betonte
die Ministerin: "Ein Zwischenlager kommt da genauso wenig wie ein AKW
infrage", sagte Lemke dem SWR-Magazin "zur Sache Rheinland-Pfalz!".
Beides sei nicht genehmigungsfähig, weil Mülheim-Kärlich auf einer
Erdbebenspalte liege. "Das steht gar nicht zur Disposition", betonte
sie. Auch lehnte die Ministerin erneut einen Erhalt eines Teils des


Werks, etwa des Kühlturms, ab. "Dieser Kühlturm ist schon jetzt ein
Mahnmal für die Region, und die wollen das weg haben, und ich auch",
sagte Lemke. "Wenn man das letzte AKW, das vom Netz geht, stehen
lässt, das wäre O.K. für mich", fügte sie hinzu.

Weitere Informationen zu diesem Thema: 20.9.2012, 20.15 Uhr in
"zur Sache Rheinland-Pfalz!" im SWR Fernsehen. Zitate gegen
Quellenangabe "zur Sache Rheinland-Pfalz!" frei.

Bei Fragen können Sie sich an Andrea Bähner, Tel.: 0171 530 54 72,
wenden.

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Datum: 20.09.2012 - 17:43 Uhr
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