Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Verkehrsunfällen an "wilden" Bahnübergängen
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Autos werden auch immer leiser. Wer aber am Rande einer Bahntrasse
spazierengeht, ist immer wieder erstaunt darüber, wie spät man einen
heranbrausenden Zug hört. Was Bahnreisende als Zuwachs an Komfort
empfinden, kann sich tödlich für den auswirken, der sich auf der
Suche nach der Abkürzung auf die verführerisch schmale Bahntrasse
wagt. Die Region ist durchzogen von illegalen Schleichwegen jenseits
der Bahnübergänge. Doch nicht einmal vorbildlich abgesicherte
Übergänge sind vor fahrlässigen Zeitgenossen sicher. Die
Bundespolizei ist mit ihrem Latein am Ende. Man sollte sie nicht mit
dem Problem alleinlassen. Verkehrserziehung ist eigentlich Sache der
Eltern. Weil das Elternhaus aber leider nicht überall Garant dafür
ist, muss die Schule einspringen. Was den Straßenverkehr angeht, tut
sie das seit Jahren mit großem Erfolg. Schulwegunfälle sind deshalb
eine Seltenheit geworden. Es bleibt nichts anderes übrig, jetzt auch
flächendeckend Kurse über das richtige Verhalten an Bahntrassen
einzuführen. Auf das Vorbild der Erwachsenen jedenfalls ist offenbar
kein Verlass.
von Reinhold Willfurth, MZ
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Datum: 21.09.2012 - 21:16 Uhr
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