Für eine 'Kultur des Hinsehens'
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Für eine "Kultur des Hinsehens"
Wenn wir ueber Konsequenzen aus dem Amoklauf reden, sind einfache Antworten und schnelle Loesungen nicht das Gebot der Stunde. Wir wissen dafuer noch zu wenig ueber die schreckliche Tat und deren Umstaende. Wir wissen auch, dass diese Tat in letzter Konsequenz nicht zu erklaeren ist.
Auch die weitestgehenden gesetzlichen Regelungen koennen eine Tat wie diese nicht verhindern. Dafuer sind die Hintergruende von Gewalt zu komplex und vielfaeltig. Reflexartige Rufe nach schaerferen Gesetzen greifen deshalb zu kurz. Wir fordern eine "Kultur des Hinsehens" in der Schule, in den Familien sowie unter Gleichaltrigen.
Um Kinder, Jugendliche und Familien zu staerken, sind die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder durch die Angebote von Kitas, der Ausbau von Ganztagsschulen sowie Beratungs- und Hilfsangebote fuer Kinder, Jugendliche und Eltern vor Ort wichtig. Wir haben auf diesen Gebieten in den vergangenen zehn Jahren in Regierungsverantwortung viel erreicht.
Dazu haben wir den Kinder- und Jugendschutz, das Strafrecht hinsichtlich gewaltverherrlichender Computerspiele und das Waffenrecht geaendert. Gute gesetzliche Regelungen gibt es also bereits.
Wichtig sind vor allem andere Loesungsansaetze: Die Schule darf nicht nur Lern- sondern muss auch Lebensort sein, die Familie muss auffangen, wenn Probleme auftauchen, die Gleichaltrigen muessen Anderssein akzeptieren. Kinder und Jugendliche brauchen in ihrem Lebensumfeld Anerkennung.
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Datum: 19.03.2009 - 16:03 Uhr
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