Weser-Kurier:Über finanzielle Probleme bei öffentlichen Großprojekten schreibt der Bremer WESER-K

Weser-Kurier:Über finanzielle Probleme bei öffentlichen Großprojekten schreibt der Bremer WESER-KURIER:

ID: 791146
(ots) - Die Liste der Ärgernisse ist lang: ICE-Strecken
Ingolstadt-Nürnberg und Frankfurt-Köln, Transrapid München, Flughafen
Berlin, Elbphilharmonie Hamburg und Stuttgart 21: Bei all diesen
öffentlichen Projekten sind die Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen
- teilweise mit dem Ergebnis, dass die Vorhaben gar nicht
verwirklicht wurden wie der Transrapid. Und nun das Milliardenprojekt
der Münchener S-Bahn: Nur wenige Wochen ist es her, dass die Kosten
mit 2,05 Milliarden Euro angegeben wurden. Jetzt sollen es schon 400
Millionen Euro mehr sein. Das Schema ist immer das gleiche: Erst
werden die Baukosten und Bauzeiten schön gerechnet. Sobald die
politischen Entscheidungen gefallen sind, wird die Wahrheit
scheibchenweise präsentiert, die Kosten steigen und steigen, und die
Baustellen dauern und dauern. Das kann kein Zufall sein. Der Verdacht
liegt nahe, dass die Kreise, die an der Verwirklichung der
Milliardenprojekte ein wirtschaftliches Interesse haben, die
Entscheidungsträger bewusst hinters Licht führen. Das kann doch so
nicht weitergehen. Unsere Gesetzgeber machen sich auf der ständigen
Suche nach Regelungslücken über so vieles Gedanken: Über
Erschließungskosten und Angelscheine, über Niederschlagsgebühren und
Hundesteuer. Wäre es da nicht an der Zeit, sich auch einmal über
gesetzliche Möglichkeiten gegen die ständigen Kostenexplosionen den
Kopf zu zerbrechen, die den Steuerzahler jährlich viele Milliarden
Euro kosten? Sollte es denn wirklich nur privaten Investoren möglich
sein, die ausführenden Unternehmen auf einen Kostenrahmen
festzunageln und sie bei Verstößen auch haftbar zu machen?
Öffentliche Großprojekte jedenfalls stoßen auch deshalb auf immer
größere Widerstände in der Bevölkerung, weil Kostenexplosionen
offenbar programmiert sind. Das gilt auch für München: Von vornherein


glaubte an der Isar kaum jemand, dass der Kostenrahmen von 2,05
Milliarden Euro für die zweite Tunnelröhre wirklich eingehalten wird.



Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Atommüll: Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel zur FDP:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.01.2013 - 20:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 791146
Anzahl Zeichen: 2322

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bremen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 272 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier:Über finanzielle Probleme bei öffentlichen Großprojekten schreibt der Bremer WESER-KURIER:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Weser-Kurier (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stiglitz lobt deutsches Sondervermögen ...
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d

Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass

Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si


Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier


Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Atommüll: "Weg damit" ...
Etwa 12 000 Tonnen hochradioaktiver Müll werden Jahr für Jahr weltweit produziert. Eine enorme Menge vor dem Hintergrund, dass es in 50 Jahren Kernenergie-Nutzung nicht gelungen ist, eine Lösung für die endgültige Entsorgung zu finden. In Deutschland ist man nie über das Stadium Zwischenlag

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel zur FDP: "Liberales Anhängsel" ...
Königsmord verschoben, Burgfrieden in der FDP, aber die dramatischen innerparteilichen Probleme nicht gelöst - so lauteten die Schlagzeilen nach dem Dreikönigstreffen der FDP vor zwei Jahren. Seinerzeit hatten jubelnde Liberale im Stuttgarter Staatstheater Guido Westerwelle den Rücken gestär

WAZ: Kein Export von Atommüll. Kommentar von Daniel Freudenreich ...
Noch ist es eine theoretische Option, dass hochradioaktiver Atommüll aus Deutschland im Ausland entsorgt wird. Dazu müsste es erstmal woanders ein passendes Endlager geben. Beruhigend ist das nicht. Denn die EU hat den Weg für Atommüllexporte geebnet. Die Bundesregierung setzt die Vorgabe in

WAZ: Globalisierung im Krankenhaus. Kommentar von Matthias Korfmann ...
Ob der Doktor aus dem Münsterland, aus Bayern, Österreich, Bulgarien oder Syrien kommt, ist zunächst einmal wurscht. Er (oder sie) muss heilen und nicht wissen, was im Pfefferpothast steckt oder wie Mephisto den Faust lockte. Niemand bezweifelt, dass die meisten zugewanderten Ärzte fähig sin


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z