WAZ: Steinbrück, Merkel und die Umfragen - Leitartikel von Ulrich Reitz

WAZ: Steinbrück, Merkel und die Umfragen
- Leitartikel von Ulrich Reitz

ID: 794906
(ots) - Eine Umfrage ist eine Umfrage, aber eine Wahl ist
eine Wahl. Umfragen bilden nur eine Stimmung ab, Wahlen schaffen
Fakten. Umfragen sind eine weiche, Wahlen eine harte Währung. Weshalb
ist das gerade jetzt wichtig? Nach der Niedersachsen-Wahl am nächsten
Sonntag kann sehr Vieles ganz anders aussehen. Sollte es SPD und
Grünen nicht gelingen, die Koalition aus CDU und FDP abzulösen,
gewinnt die Diskussion über den sozialdemokratischen
Kanzlerkandidaten erst richtig an Fahrt. Dann wird es nicht mehr nur
um einzelne seiner Äußerungen gehen, sondern um die ganz große Frage:
Ist er überhaupt der richtige Mann für die Bundestagswahl? Falls
Rot-Grün doch ein Wechsel in Niedersachsen gelingt, wirkt das wie ein
wahrscheinliches Szenario für die Deutschland-Wahl. Die SPD bekommt
Rückenwind und gewinnt an Selbstvertrauen. Die Diskussion um
Steinbrück verstummt erst einmal. Angela Merkel bekommt auch
weiterhin höchste Sympathiewerte, aber das nutzt ihrer Partei nur
mittelbar. In Deutschland wird ein Kanzler nicht direkt gewählt.
Stattdessen wird über die sogenannte strukturelle Mehrheitsfähigkeit
der Union diskutiert: Was, wenn CDU und CSU die FDP abhanden kommt?
Für jene, die gerne auf Monate im Voraus hochrechnen: Nichts ist
unmöglich. Nach der neuesten, seriösen Umfrage sind knapp 60 Prozent
der Bevölkerung fertig mit Schwarz-Gelb. Sie wollen diese Koalition
weghaben, und das, obwohl sensationelle 65 Prozent der Menschen die
Kanzlerin gut finden. Das ist nicht einmal ein Widerspruch: Die Frage
nach Merkel meint die Sympathie, die nach der Partei zielt auf die
tatsächliche Wahlentscheidung. Andererseits zeigt diese Umfrage auch:
Rot-Grün alleine schafft es nicht, bei einer Großen Koalition wäre
die Union vorne, Schwarz-Grün wäre möglich und Rot-Rot-Grün hat die
SPD ausgeschlossen. Fazit: In keiner der möglichen Koalitionen könnte


die SPD den Kanzler stellen. Für Umfragen wie für die Wahl in
Niedersachsen gilt: Hier wird nichts entschieden für die
Bundestagswahl. Nur das Schicksal des FDP-Vorsitzenden Philipp
Rösler.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Mindener Tageblatt: Kommentar zu Umfragewerten für Rösler und Steinbrück /
Abgerechnet wird am wahlabend Neue Presse Hannover: Störfeuer für Niedersachsen-Wahl
von Heiko Randermann
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.01.2013 - 19:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 794906
Anzahl Zeichen: 2428

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Essen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 233 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Steinbrück, Merkel und die Umfragen
- Leitartikel von Ulrich Reitz
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Experte des Roten Kreuzes rät: "Alle Kita- und Schulkinder in NRW müssten Selbstschutz lernen" ...
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns

WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16

WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro


Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Mindener Tageblatt: Kommentar zu Umfragewerten für Rösler und Steinbrück / Abgerechnet wird am wahlabend ...
Umfragewerte, das wissen erfahrene Politiker, sind häufig Schall und Rauch. Vor allem dann, wenn sie auf Wahlergebnisse hochgerechnet werden. Erst recht, wenn diese noch in weiter Ferne liegen. Dennoch haben Philipp Rösler und Peer Steinbrück derzeit allen Grund, mit Volkes Einschätzung ihre

Allg. Zeitung Mainz: Der Beschleuniger / Kommentar zu Steinbrück und der SPD ...
Haben wir uns alle nicht wieder und wieder Politiker gewünscht, die mal Klartext reden? Die nicht schon in jungen Jahren komplett konturlos sind? Ja, wir haben. Dann kommt mit Peer Steinbrück jemand, der diesen Erwartungen entspricht - und alle reiben sich heftigst die Augen (oder tun so), als

BERLINER MORGENPOST: Kein Grund für Übermut/Über die SPD im Umfragetief und einen möglichen Stimmungsumschwung ...
Eine einzige Enttäuschung. Für die Partei wie für sich selbst. Wie viele Eigentore der beim Start noch hochgelobte, ja hochgejubelte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in den letzten Wochen geschossen hat, spottet fast jeder Beschreibung. Sein Absturz in den Umfragen ist die logische Konseq

WAZ: Die Konflikte verlagern sich nur - Kommentar von Dietmar Seher ...
Die Welt unserer Kinder wird anders sein - schon, weil weniger junge Leute mehr Älteren gegenüberstehen, die Generation Ü 60 im Straßenbild, an Arbeitsplätzen und in der Politik dominiert und eine Vielzahl Hochbetagter zu versorgen ist. Diese Welt ohne jungen Elan wird schwerer zu bewegen se


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z