"Die FDP wäre mit dem Gerechtigkeitsthema gut beraten" /
Gerhart Baum in "Wie geht's eigentlich?" am 17.2.2013, 22.45 Uhr, SWR Fernsehen
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verabschiedet hat, ist er ein, wie er selbst sagt, "political animal"
geblieben. Der inzwischen 80-jährige Rechtsanwalt und ehemalige
Bundesinnenminister gilt als eigensinniger Querdenker und
Ur-Liberaler, der auch die eigene Partei nie mit Kritik verschont
hat. So sagt er in der Gesprächssendung "Wie geht's eigentlich
Gerhart Baum?" im SWR Fernsehen über die aktuelle Lage in der FDP:
"Ich meine, die FDP wäre gut beraten, wenn sie das
Gerechtigkeitsthema aufnehmen würde ... und im liberalen Sinne
definieren würde. Es geht nicht nur um die Effizienzsteigerung der
Wirtschaft, sondern es geht auch um die gesellschaftliche
Verantwortung."
Gerhart Baum ist in Dresden geboren und hat die Bombardierung im
Februar 1945 miterlebt. Die Mutter flüchtet mit den Kindern in den
Westen. Der Vater stirbt in Kriegsgefangenschaft. Gerhart Baum wächst
in Köln auf und studiert Jura, wie schon sein Vater und Großvater.
1972 wird er Bundestagsabgeordneter der FDP, von 1978 bis 1982 ist er
Bundesinnenminister in der sozialliberalen Regierung unter Helmut
Schmidt. 1994 scheidet er aus dem Parlament aus und arbeitet für die
UNO und vertritt als Anwalt die Opfer der Ramstein-Unglücks, der
Concorde-Katastrophe oder ehemalige russische Zwangsarbeiter. Die
Balance von Freiheit und Sicherheit bleibt sein Lebensthema. Gerhart
Baum ist in zweiter Ehe verheiratet und lebt in Köln.
Die Sendung "Wie geht's eigentlich Gerhart Baum?" mit Moderatorin
Birgitta Weber wird ausgestrahlt am Sonntag, 17. Februar 2013, ab
22.45 Uhr im SWR Fernsehen.
Pressekontakt: Bianca von der Weiden, Tel.: 06131/929-32742,
bianca.von_der_weiden@swr.de
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Datum: 12.02.2013 - 10:22 Uhr
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