Trierischer Volksfreund: Fracking ist ein Irrweg/Die fossilen Energien verdrängen die erneuerbaren - Kommentar Trierischer Volksfreund
ID: 813884
Deutschland nicht realisiert werden sollte, und einen, warum es
hierzulande auch nicht realisiert werden wird. Klimapolitisch ist es
Wahnsinn, wenn durch diese Bohrtechnik nun neue, gigantische
Gasreserven erschlossen und zwecks Verbrennung aus der Erde geholt
werden. Auch wenn es stimmt, dass Gas sauberer ist als Öl oder Kohle
- durch das Fracking erhöht sich schlichtweg das Angebot an fossilen
Brennstoffen. Wirkliche Probleme bekommen die vergleichsweise teuren
erneuerbaren Energien. Umweltpolitisch ist Fracking mindestens
fragwürdig. Es werden große Mengen teils giftiger Chemikalien in die
Erde eingetragen. Niemand weiß, ob, wie und wann diese Stoffe in das
Grundwasser gelangen können und welche Wirkungen sie sonst da unten
entfalten. Diesen Unwägbarkeiten steht auf der Investorenseite nur
die Hoffnung entgegen, dass man die Folgen schon im Griff haben
werde. Diese Hoffnung hat noch jede industrielle Ausbeutung begleitet
- und noch nie gestimmt. Die Deutschen haben ein entwickelteres
Umweltbewusstsein als die Amerikaner. Allerdings, auch in den USA
wächst der Widerstand. Deutschland ist viel dichter besiedelt. Jeder
Bohrturm mindert hier den Wert von Grundstücken und touristischen
Angeboten. Wo es nicht das Umweltbewusstsein ist, ist es deshalb
schlichtweg der lokale Egoismus, der Fracking verhindern wird. In
Deutschland ist der beliebteste Industriestandort schon lange die
Gemeinde Sankt Florian: Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus,
zünd andere an. Und das ist noch nicht mal eine
rot-grün-sozialistische Marotte, das ist genauso zutiefst bürgerlich.
Bei Fracking wird man das als Nächstes sehen, nachdem schon die
CCS-Technologie - das Abspeichern von abgeschiedenem Kohlendioxid in
der Erde - genau an diesem Phänomen gescheitert ist. Deshalb ist der
Versuch einiger schwarz-gelber Energiepolitiker, der deutschen
Opposition wegen ihrer Fracking-Vorbehalte so etwas wie ideologisch
motivierte Verhinderung einer tollen Zukunftstechnologie anzudichten,
ein rührendes Ablenkungsmanöver. In Bayern erklärt der
CSU-Umweltminister die Technologie praktisch im gleichen Augenblick
für unverantwortlich, in dem von seinen Parteifreunden im Bundestag
Eckpunkte für ein Gesetz vorgelegt werden. Im Allgemeinen erlauben,
im Konkreten blockieren, so haben sich Union und FDP das offenbar
gedacht. Eine Technologie, die so unehrlich beginnt, die kommt nicht
weit. Mögen die Amerikaner im Gasrausch jubeln - hierzulande wird es,
das ahnt Umweltminister Peter Altmaier schon richtig, auch in Jahren
keine einzige produzierende Fracking-Bohrstelle geben.
Pressekontakt:
Trierischer Volksfreund
Oliver Haustein-Teßmer
Telefon: 0651-7199-483
oht@volksfreund.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.02.2013 - 19:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 813884
Anzahl Zeichen: 3064
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Trier
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 258 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Trierischer Volksfreund: Fracking ist ein Irrweg/Die fossilen Energien verdrängen die erneuerbaren - Kommentar Trierischer Volksfreund"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Trierischer Volksfreund (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Trierischer Volksfreund
neues deutschland: Künftige Koalition in Niedersachsen besteht nicht auf vorzeitigem Verzicht auf Gorleben ...
Die künftige rot-grüne Koalition in Niedersachsen besteht nicht länger auf dem vorzeitigen Ausschluss des Salzstocks Gorleben als Endlagerstandort für Atommüll. Wie die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe)unter Berufung auf den Entwurf des Koal
Papst-Rücktritt - PHOENIX berichtet 13 Stunden ...
Knapp 13 Stunden hat PHOENIX über den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. berichtet. Ab 12.45 Uhr hat PHOENIX sein Programm geöffnet und bis 1.45 Uhr durchgehend gesendet, unterbrochen nur durch Tagesschau und heute-journal. "Wir haben ebenso schnell wie umfassend auf dieses herausragende E
Claudia Lücking-Michel (ZdK): Rücktritt ein Jahrhundertereignis und wegweisender Schritt / Rolle der Frauen zukünftig stärken ...
Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralrates der Katholiken, hat den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als bahnbrechendes Signal für die Kirche bezeichnet: "Das ist ein Jahrhundertereignis. Das war ein großer, mutiger und wegweisender Schritt, den Papst Bened
"Die FDP wäre mit dem Gerechtigkeitsthema gut beraten" / Gerhart Baum in "Wie geht's eigentlich?" am 17.2.2013, 22.45 Uhr, SWR Fernsehen ...
Auch wenn Gerhart Baum sich 1994 aus der Politik verabschiedet hat, ist er ein, wie er selbst sagt, "political animal" geblieben. Der inzwischen 80-jährige Rechtsanwalt und ehemalige Bundesinnenminister gilt als eigensinniger Querdenker und Ur-Liberaler, der auch die eigene Partei nie




