Weser-Kurier: Kommentar zum Handel mit Verschmutzungsrechten
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seine zentralen Ziele: den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken und Anreize
für Investitionen in klimaschonende Technologien zu setzen. So weit,
so klar. Die Frage ist nur, ob politische Markteingriffe der richtige
Schluss aus diesem Scheitern sind. Man kann nicht ein
marktwirtschaftliches System einführen und dann, wenn das Ergebnis
aus Angebot und Nachfrage nicht politischen Erwartungen entspricht,
den Preis durch künstliche Angebotsverknappung in die Höhe treiben.
Das wäre so, als änderte man mitten in einem laufenden Fußballspiel
die Regeln. Ganz davon abgesehen, dass der erwünschte Preisanstieg
wohl allenfalls kurzfristig eintreten würde. Schließlich wissen ja
alle, dass die entzogenen Verschmutzungszertifikate später zurück in
den Markt kommen. Fest steht: Änderungen am EU-Emissionshandelssystem
sind nötig. Doch sie können nur über die reguläre Gesetzgebung für
die kommende Handelsperiode erfolgen.
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Datum: 16.04.2013 - 21:40 Uhr
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