Mittelbayerische Zeitung: Union lehnt Gebühr auf Plastiktüten ab Hinsken weist Forderungen nach ei

Mittelbayerische Zeitung: Union lehnt Gebühr auf Plastiktüten ab
Hinsken weist Forderungen nach einer Abgabe als "Beutelschneiderei" zurück

ID: 855273
(ots) - Die Union lehnt eine Abgabe auf Plastiktüten
rundweg ab. Der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses
Ernst Hinsken (CSU) sagte zum Vorschlag von Grünen und Deutscher
Umwelthilfe (DUH), die 22 Cent je Tüte verlangen, dies wäre
"Beutelschneiderei". Die Deutschen wären "Weltmeister beim
Mülltrennen und Recycling", erklärte Hinsken in der
"Mittelbayerischen Zeitung". Das zeige sich auch bei der Verwendung
von Plastiktüten. Im Durchschnitt verwende jeder Bundesbürger
jährlich nur 71 Tüten, während es im EU-Durchschnitt 198 wären. Hinzu
komme, dass diese Tragetaschen aus Recyclingmaterial hergestellt
würden und über die Gelbe Tonne der Verwertung zugeführt würden,
sagte Hinsken der MZ. Eine zusätzlich Belastung durch eine Abgabe,
die die Verbraucher mit rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr zusätzlich
belaste, sei "schlicht überflüssig", erklärte Hinsken. Auch das
Bundesumweltministerium lehnte eine Abgabe auf Tüten mit Verweis auf
die "nahezu hundertprozentige Recyclingquote" ab. Demgegenüber sagte
der Bundesgeschäftsführer der DUH, Jürgen Resch: "Wir können nicht
allein auf unser duales System der Abfallvermeidung setzen. Wir
benötigen ein effizientes Instrument zur Müllvermeidung." Resch
verwies auf das Beispiel Irland, wo die Tüten-Abgabe von 22 Cent
eingeführt wurde. Danach sank der Plastiktütenverbrauch auf der
grünen Insel von 328 auf acht Stück pro Kopf und Jahr. Die
Umweltorganisation verlangt eine Abgabe gleichermaßen für bislang
kostenpflichtige wie kostenlose Plastiktüten. Das eingenommene Geld
solle an Umwelt- und Naturschutzstiftungen der Bundesländer gehen und
für Projekte zur Abfallvermeidung und -verwertung eingesetzt werden.
Wenn der Bund nicht tätig werde, könnten die Länder jeweils derartige
Abgaben erheben, sagte Resch dieser Zeitung. Bei diesen Tüten bestehe


die Gefahr, dass sie sich im Boden festsetzen oder in die Meere
gelangen, wo bereits Hunderttausende Tonnen dieses Mülls trieben.
Vögel und Fische würden Plastikpartikel über ihre Nahrung aufnehmen.
Damit seien in der Folge auch Menschen gefährdet. Als Alternativen
zum Plastikbeutel seien nicht etwa Papiertüten, die in der
Herstellung ebenfalls die Umwelt beeinträchtigen, sondern
Mehrweg-Tragetaschen aus Kunststoff-Recyclingmaterial sinnvoll. Und
Tragetaschen aus Naturfasern, etwa Baumwolle oder Jute, würden
bereits nach 20-maligem Gebrauch in der Öko-Bilanz den
Mehrweg-Kunststoff-Taschen gleichkommen, sagte Resch.



Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WAZ: Unions-Fraktionsvize Günter Krings verteidigt,
dass die Koalition einen NPD-Verbotsantrag des Bundestages ablehnt WAZ: Städte im Verteilungskampf
 - Kommentar von Theo Schumacher
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.04.2013 - 18:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 855273
Anzahl Zeichen: 2874

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Regensburg



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 175 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelbayerische Zeitung: Union lehnt Gebühr auf Plastiktüten ab
Hinsken weist Forderungen nach einer Abgabe als "Beutelschneiderei" zurück
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Dunkle Wolken am Tag der Arbeit / Die Gewerkschaften stehen vor großen Herausforderungen. Hohe Tarifforderungen sind nachvollziehbar, aber sie dürfen die Inflation nicht zu sehr befeuern. ...
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C

Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt

Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,


Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung


Carsten Sieling und Max Straubinger zu Gast bei Michel Friedman im N24-Talk "Studio Friedman" am Donnerstag, 18. April 2013, um 23.10 Uhr ...
"Ich glaube, dass starke Schultern mehr zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen müssen," sagt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Im Klartext: Steuern rauf für Reiche! Die CDU/CSU erwidert: "Die SPD-Spitze hat ein linkes Abkassier-Programm vorgelegt." Also liebe

Weser-Kurier: "Es wäre politischer Selbstmord, die Minijobs abzuschaffen" - Interview mit ZEW-Ökonom Holger Bonin ...
Trotz wachsender Kritik werden Minijobs weiter eine bedeutende Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen. Diese Einschätzung vertritt Holger Bonin, Arbeitsmarktökonom am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. In einem Interview mit dem Bremer WESER-KURIER (Donnerstag-Ausgab

Kölner Stadt-Anzeiger: NRW- Ministerpräsidentin Kraft: Schäuble soll für Steuer-CDs mit bezahlen ...
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aufgefordert, sich an den Kosten für den Ankauf von Steuer-CDs zu beteiligen. "Im vergangenen Jahr hat Finanzminister Schäuble uns noch vorgeworfen, beim Kauf von Steuer-CDs flächendeckend

Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Ministerin Kraft: Schäuble soll für Steuer-CDs mit bezahlen ...
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aufgefordert, sich an den Kosten für den Ankauf von Steuer-CDs zu beteiligen. "Im vergangenen Jahr hat Finanzminister Schäuble uns noch vorgeworfen, beim Kauf von Steuer-CDs flächendeckend m


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z