DBU-Forschungsprojekt: Warmes Wasser lässt Tilapien besser wachsen
ID: 855418
besser wachsen
DBU förderte Forschungen für eine hormonfreie Aufzucht von
Buntbarschen mit 209.000 Euro
Warmes Wasser statt Hormonen im Futter - nachhaltige Aquakultur
lässt Buntbarsche schneller wachsen und sogar größer werden als ihre
hormonbehandelten Artgenossen. Zu diesem Ergebnis kommt die
Georg-August-Universität Göttingen in einem von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 209.000 Euro geförderten
Forschungsprojekt. "Da männliche Buntbarsche wegen ihres besseren
Wachstums besonders begehrt sind, werden die Larven in einigen
Ländern mit Hormonen gefüttert, um männliche Bestände zu erzeugen.
Dass 36 Grad warmes Wasser denselben Effekt hat, konnten wir bereits
belegen", sagte Gabriele Hörstgen-Schwark von der Abteilung
Aquakultur und Gewässerökologie. "Da die Hormone über das Futter in
die Gewässer gelangen können und so andere Lebewesen beeinträchtigen,
ist es wichtig, auf eine gleichwertige, aber nachhaltige
Fischproduktion umzusteigen. Diese überzeugt - wie nun bewiesen -
auch aus ökonomischer Sicht", so DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h.
Fritz Brickwedde.
Um die Menschen mit tierischem Eiweiß zu versorgen, werden in
einigen Ländern junge Tilapien mit Hormonen gefüttert, um möglichst
viele Männchen zu erzeugen, so Hörstgen-Schwark. Die wachsen doppelt
so schnell, weil weibliche Buntbarsche dieser Art Maulbrüter sind und
während der Brutpflege kein Futter zu sich nehmen können. Aus diesem
Grund haben männliche Tiere einen Wachstumsvorteil. Vor allem in
tropischen Ländern werde das Geschlecht der Fische in den ersten
Lebenswochen durch ein hormonhaltiges Futter beeinflusst.
Tilapien seien robust und tolerierten auch überwiegend pflanzliche
Komponenten im Futtermittel. Deshalb seien sie besonders gefragt.
Hauptproduktionsland ist derzeit China gefolgt von Ägypten. Seit
einigen Jahren steige die Nachfrage auch in Europa. Um den hohen
europäischen Standards von Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu
entsprechen, sei es wichtig, eine gleichwertige Methode für die
Fischproduktion ohne Zugabe von Hormonen zu entwickeln, betonte
Brickwedde.
"Wir konnten in früheren Untersuchungen nachweisen, dass eine
Wassertemperatur von 36 Grad die Geschlechtsausbildung frisch
geschlüpfter Larven beeinflusst", so Hörstgen-Schwark. In der
Kreislaufanlage des Kooperationspartners Fisch und Wasser Oelzschau
(Sachsen) sind nun hormonbehandelte, genetische und
temperaturbehandelte Männchen miteinander verglichen worden. "Es hat
sich herausgestellt, dass die temperaturbehandelten Männchen
schneller wachsen und sogar größer werden als die hormonbehandelte
Vergleichsgruppe. Diese Methode hat demnach nicht nur einen
ökologischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Vorteil." Derzeit
arbeiten die Forscher weiter an der Optimierung einer
Aquakulturanlage mit integrierter Wärmebehandlung.
Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Sina Hindersmann
Anneliese Grabara
Kontakt DBU:
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:
Prof. Gabriele Hörstgen-Schwark
Telefon: 0551/395607
Telefax: 0551/395587
E-Mail: ghoerst1@gwdg.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.04.2013 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 855418
Anzahl Zeichen: 3763
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Göttingen
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"DBU-Forschungsprojekt: Warmes Wasser lässt Tilapien besser wachsen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Energiewende in Deutschland benötigt "dringend einen neuen Schub", fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Notwendig seien "praxistaugliche Innovationen, die mithilfe digitaler Instrumente und künstlicher Intelligenz (KI) die Wirtschaft ankurbeln, Stromnetze stabilisie
DBU-Stiftungskapital erstmals drei Milliarden Euro/Finanzbilanz 2025 - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2025-vorwort-jb2025-verwaltung-finanzen.pdf) erreicht. "Die Zahlen zeigen: Die Stiftung h
Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI ...
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.
Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Asthma vom Fast Food / Große internationale Studie befragte rund 500 000 Kinder und Jugendliche ...
Kinder und Jugendliche, die mehr als dreimal pro Woche Fast Food essen, haben ein erhöhtes Risiko, an Asthma und Allergien zu erkranken. Das berichtet das Patientenmagazin "HausArzt" unter Berufung auf eine große internationale Studie, an der auch deutsche Forscher beteiligt sind. Daf
Der DDG Diabetes Kongress 2014 Berlin ...
Es wird viel Neues und Interessantes mit hohem Besucher-Ansturm erwartet. Der DDG Kongress 2013 in Leipzig hat noch nicht einmal stattgefunden, da ist schon der nächste ein Thema. Vom 28. bis 31 Mai 2014 wird in der Hauptstadt Berlin ein Kongress organisiert, der zahlreiche Informationen und reichl
"Patente sind ein wichtiger Baustein für den Markterfolg der Innovationsprodukte von morgen" (BILD) ...
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH richtet ihre Patentstrategie konsequent an der unternehmerischen Qualität von Innovationen aus. Patente sind ein unverzichtbares und wirkungsvolles Instrument, um kreative Ideen aus Technologie und Design für neue Produkte zu sichern. Das weltw
TU bei BMBF-Programmausschreibung INIS erfolgreich ...
Die TU Kaiserslautern erhält für das Forschungsprojekt "SinOptiKom - Sektorübergreifende Prozessoptimierung in der Transformation kommunaler Infrastrukturen im ländlichen Raum" eine Forschungsförderung in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Sie war mit einem interdisziplinären Verbundantrag de




