Bundesregierung beschließt Arbeitsprogramm 2009 für eine moderne und bürgernahe Bundesverwaltung
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Bundesregierung beschließt Arbeitsprogramm 2009 für eine moderne und bürgernahe Bundesverwaltung
Dazu erklärte Bundesinnenminister Dr. Schäuble:
?Die Bundesverwaltung hat ihre Leistungen im Jahre 2008 weiter verbessert. Ein Beispiel ist die Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer 115, die Bürgerinnen und Bürgern einen direkten Zugang zur Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen verschafft und der Odyssee durch Amtsstuben ein Ende setzt. Die 115 ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Verwaltungen von Kommunen, Ländern und Bund vernetzen und miteinander kooperieren. Das Projekt 115 ist Teil eines umfassenden Prozesses der Verwaltungsmodernisierung, zu dem auch das e-Government und der Abbau überflüssiger Bürokratie gehören. Der Umsetzungsplan 2009 ist die Grundlage für die nächste Schritte.?
2009 werden die Ressorts zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen in den Bereichen Personal, Verwaltungssteuerung und Organisation durchführen. Nachstehend einige Beispiele:
Seit 24. März 2009 erhalten Bürgerinnen und Bürger unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 einfache und schnelle Auskünfte zu Leistungen der öffentlichen Verwaltung. Das Konzept wird zunächst in einem zweijährigen Probebetrieb in Modellregionen mit annähernd zehn Millionen Einwohnern in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie in zahlreichen Städten und Kreisen vor allem in Nordrhein-Westfahlen sowie in Hessen und Niedersachsen getestet. Qualität und Leistungsumfang werden schrittweise ausgebaut. Wei¬tere Länder, Kommunen und Bundesbehörden können die Erfahrungen des Probebetriebs nutzen und jederzeit dem D115-Verbund beitreten. Durch Verknüpfung mit weiteren bürgerorientierten Modernisierungsvorhaben wird der Behördenruf 115 zur Triebfeder einer bürger- und serviceorientierten Verwal¬tung.
Mit dem Auf- und Ausbau von Dienstleistungszentren können Bundes ministerien und ihre Geschäftsbereichsbehörden ab 2010 unterstützende Querschnittsaufgaben (z. B. Beschaffung, Bezügeabrechnung, Haushaltsabwicklung) auf leistungsfähige Dienstleistungszentren übertragen. Die Behörden können sich damit von Routineaufgaben entlasten und sich auf ihre eigentlichen Fachaufgaben konzentrieren.
Der technologische Fortschritt und der Wandel der Aufgaben in der Verwaltung machen lebenslanges Lernen durch Fort- und Weiterbildung zu einer absoluten Notwendigkeit. Daher wurde die Fortbildungstätigkeit der Bundesverwaltung evaluiert und weiterentwickelt. Neue bzw. erweiterte Fortbildungsangebote werden Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzen, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Der Umsetzungsplan 2009 sieht zahlreiche Maßnahmen zur besseren Verein¬barkeit von Familie und Beruf vor ? wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Telearbeit und Kinderbetreuung. Alle Bundesministerien sowie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung stellen sich bis Ende 2009 dem audit berufundfamilie®. Damit setzt die Bundesregierung ein Signal für mehr Familienfreundlichkeit und eine bessere Balance zwischen Familie und Arbeitswelt.
URL: www.bmi.bund.de
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Datum: 29.04.2009 - 14:11 Uhr
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