Schwäbische Zeitung: Willkommen in der Zukunft - Leitartikel
ID: 872572
der Familie. Dieser Tag soll die "Wichtigkeit der Familie für ein
gesundes und glückliches Aufwachsen von Kindern herausstellen" steht
lyrisch wie korrekt auf der Bundestags-Homepage. Ein ehrenwerter,
aber inhaltsarmer Ansatz, von dem stressgeplagte Mütter, Väter und
Kinder wenig bemerkt haben dürften.
Und es kommt noch schlimmer: Denn wenn die Familien allmählich
aussterben, wie die Statistiker aus Wiesbaden gestern belegten, ist
auch der Tag der Familie bald Geschichte. Denn ohne Kinder keine
Familien.
Nun kann man schimpfen und zetern, von Politik und Wirtschaft
wirksame Konzepte für ein familienfreundliches Leben und Arbeiten
fordern - doch liegt darin die Lösung? Sind mehr Geld für Kinder,
bessere Betreuung oder echte Chancen für Mütter beim Wiedereinstieg
in den Job Garanten dafür, dass mehr Kinder geboren werden? Bisher
sagen die Zahlen vor allem dies: Wo die Wirtschaft boomt, wo es den
Leuten gut geht, wo sie Arbeit und Sicherheit finden, dort gedeihen
Familien.
Und dennoch, selbst hier im prosperierenden Süden lebt kaum mehr
als die Hälfte der Menschen mit Kindern oder Elternteilen unter einem
Dach. Das ist erschreckend, vor allem, wenn man ein paar Jahrzehnte
zurückblickt: Damals war die Familie praktisch das einzige
Lebensmodell. Geschiedene, Alleinerziehende, allein lebende Alte,
Singles oder gar gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gaben
eher Stoff für Tuscheleien, als dass sie statistisch auffielen.
Geschweige denn, dass sie als normal durchgingen.
Das hat sich geändert. Zum Glück. Denn wir leben im Hier und
Jetzt. Wir können stolz darauf sein, dass heutzutage immer weniger
Menschen auf andere Lebensmodelle herabsehen. Denn nur diese Toleranz
macht unsere moderne Gesellschaft zu einer, in der wirklich alle
glücklich leben können - je nach Gusto. Und genau diese offene,
freundliche Gesellschaft ist es auch, die Paare dazu bewegen kann,
sich die Sache mit der Familiengründung doch noch mal zu überlegen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.05.2013 - 21:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 872572
Anzahl Zeichen: 2428
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 264 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Willkommen in der Zukunft - Leitartikel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung: Bildungssystem unter Druck - Kommentar ...
Das Bildungssystem im Land steht unter Druck: Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hat es versäumt, zeitig auf den Rückgang der Schülerzahlen zu reagieren. Außerdem hat der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung den Trend hin zum höheren Bildungsabschluss verschärft. Deswegen kämp
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Landesregierung/Schulentwicklungsplanung ...
Was Kultusminister Andreas Stoch präsentiert, führt dazu, dass Schulen geschlossen werden. Das wird in erster Linie Hauptschulen treffen. Kleinere Gemeinden werden leiden. Der Aufschrei ihrer Lobbyisten ist jetzt schon groß. Doch mischen sich unter das Wehklagen nicht wenige Krokodilstränen. D
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN BLATT (Bielefeld) zur Anstieg der Kriminalität ...
144 000 Wohnungseinbrüche in einem Jahr lassen die Innenminister aufhorchen. Und erst recht der erneute Anstieg der Fälle um 8,7 Prozent. Immerhin ist sich die Politik einmal einig: Wir müssen mehr tun. Nur: beginnen sollen die Bürger. Natürlich können Wohnungen und Häuser besser gesichert
Rheinische Post: Vernünftiger Abschluss = Von Maximilian Plück ...
Deutschlands größte Branche macht vor, wie gute Verhandlungen gehen. In der Metall- und Elektroindustrie ist in Bayern ein Tarifabschluss gelungen, von dem beide Seiten profitieren: die Arbeitgeber, weil sie sich einerseits mit der Forderung nach zwei Nullmonaten durchsetzen konnten, andererseits




