Schwäbische Zeitung: Bildungssystem unter Druck - Kommentar
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Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hat es versäumt, zeitig auf den
Rückgang der Schülerzahlen zu reagieren. Außerdem hat der Wegfall der
verbindlichen Grundschulempfehlung den Trend hin zum höheren
Bildungsabschluss verschärft. Deswegen kämpfen Haupt- und
Werkrealschulen um ihr Überleben und versuchen sich mit dem
vermeintlichen Allheilmittel Gemeinschaftsschule zu retten.
Insofern ist es höchste Zeit, dass Grün-Rot mit der Regionalen
Schulentwicklungsplanung klare Vorgaben macht. 40 Fünftklässler als
Minimum ist eine vernünftige Größe. Dadurch bekommen die Schulen bei
der Genehmigung zumindest eine mittelfristige Perspektive. Durch den
demografischen Wandel werden auch ihre Schülerzahlen zurückgehen.
Wichtig ist zudem die Drohkulisse, dass die Schulverwaltung
Standorte schließen wird, wenn es zu wenig Anmeldungen gibt. Die
Kommunen und die Schulen sind somit gezwungen, sich Konzepte für die
Zukunft zu überlegen. Entscheidend ist aber auch, das bestehende
Grundschulangebot zu erhalten.
Dabei muss sich die Landesregierung hier endlich auf den Ausbau
der Ganztagesschulen konzentrieren. Die sind neben einer
weiterführenden Schule auch ein Standortfaktor im ländlichen Raum.
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Datum: 15.05.2013 - 21:20 Uhr
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