WAZ: Anja Silja: "Es ist eine Schande" -
Wagner-Ikone geht mit Opernregie hart ins Gericht
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den Verfall der Operninszenierung. "Es ist eine Schande, besonders
bei Wagners Musik, wenn man sich so wenig für das Eigentliche, das
Ewig-Gültige interessiert", kritisiert Silja in einem Beitrag für die
Zeitungen der WAZ-Mediengruppe zum 200. Geburtstag Richard Wagners
die Lage auf den Opernbühnen.
Sie selbst sei dankbar, "nicht aus der heutigen Zeit" zu stammen.
Dass im Umkehrschluss enttäuschte Zuschauer im Opernhaus immer öfter
einfach die Augen schließen, findet Silja allerdings falsch: "Wagner
war so ein optischer Mensch, da ist so ein Denken kriminell."
Die 1940 geborene Sopranistin Anja Silja sang bereits als
19-Jährige bei den Bayreuther Festspielen. Sie war zeitweise
Lebensgefährtin des Wagner-Enkels Wieland (1917-1966). Auf der Bühne
steht Anja Silja seit nunmehr 62 Jahren. Erst im April feierte sie in
Paris Premiere als Knusperhexe in Humperdincks "Hänsel und Gretel".
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Datum: 21.05.2013 - 13:36 Uhr
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