Rheinische Post: Deutscher Fußball - geachtet und geliebt
Kommentar Von Martin Beils
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Deutschland-Bild der Engländer doch noch durch. Dass sie im
Vorprogramm zum Finale der Champions League eine Schlacht nachspielen
ließen, erinnerte an die schlechten, alten Zeiten. Es fehlte nur
noch, dass sie in Wembley ein paar Panzer gegeneinander hätten
antreten lassen. Doch als der Ball rollte, gelang es dem FC Bayern
München und Borussia Dortmund, auch bei den Engländern Werbung für
Deutschland und seinen Fußball zu machen: engagiert, inspiriert,
ideenreich, mit internationaler Würze durch Könner wie Javi Martinez
und Arjen Robben. Auch wenn man dem Sport nicht zu viel Bedeutung
beimessen sollte, war diese Begegnung wieder ein sympathischer
Ausweis davon, was das wirtschaftlich starke Deutschland bieten kann.
Der Fußball "made in Bundesliga" wird seit jeher gefürchtet und
geachtet, jetzt wird er auch von vielen Beobachtern jenseits der
Grenzen geliebt. Er präsentiert sich in neuer Frische. Doch es tut
auch gut - gerade auf der Insel -, ein altes Klischee zu pflegen: das
von den schier unüberwindbaren deutschen Torhütern. Vor denen dürfen
die Engländer gern weiter in großer Sorge sein. Manuel Neuer und
Roman Weidenfeller sei Dank.
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Datum: 26.05.2013 - 19:45 Uhr
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