NABU: Keine Windenergie in Schutzgebieten mehr erlauben/ Tschimpke: Deutschlands Stromversorgung ist

NABU: Keine Windenergie in Schutzgebieten mehr erlauben/
Tschimpke: Deutschlands Stromversorgung ist naturverträglich machbar

ID: 889288
(ots) - Anlässlich der am gestrigen Dienstag
veröffentlichten Studie des Umweltbundesamts zum Ausbaupotenzial von
Windenergie fordert der NABU, Windkraftanlagen künftig nur noch auf
Flächen auszuweisen, die für die Natur unbedenklich sind. "Die Studie
zeigt, dass in Deutschland ausreichend Fläche für einen natur- und
umweltverträglichen Ausbau der Windenergie an Land vorhanden ist", so
NABU-Präsident Tschimpke.

Insgesamt stehen demzufolge 13,8 Prozent der Fläche Deutschlands,
rund 49.400 Quadratkilometer, für einen naturverträglichen Ausbau zur
Verfügung. "Diese Fläche ist mehr als genug, um den Strombedarf
Deutschlands mehrfach zu decken. Daher sollten künftig grundsätzlich
keine Windkraftanlagen mehr in Schutzgebieten, wie Nationalparken,
Natura2000- und Naturschutzgebieten, geprüft, geschweige denn erlaubt
werden", so der NABU-Präsident.

Zwar berücksichtige die Studie aktuell keine Flächen, die für den
Schutz von Vögeln oder Fledermäusen außerhalb von Schutzgebieten
notwendig seien. "Doch auch wenn jene Gebiete zusätzlich aus den
Planungen herausgenommen werden, wird noch ausreichend Fläche
vorhanden sein, die unbedenklich für Windkraft genutzt werden kann",
so Maria Moorfeld, NABU-Expertin für Naturschutz und Energiewende.

Der NABU fordert zudem, bei Windenergieprojekten, die einen
entsprechenden Abstand zu Wohnhäusern wegen Lärm, Schattenwurf,
Reflektionen an Rotorblättern oder Beleuchtung erfordern, die
Bewohner frühzeitig und umfassend an der Planung und Umsetzung der
Anlagen zu beteiligen. Auch die Auswirkungen auf Natur und Landschaft
müssten künftig stärker berücksichtigt werden. Dazu zählen
insbesondere die Auswirkungen auf Vogel- und Fledermausarten, die an
den Anlagen kollidieren können, im Zug gestört oder aus ihren
Lebensräumen vertrieben werden. Beim Ausbau der Windenergie in


Waldgebieten sollten Standorte ausgewiesen werden, die intensiv
forstwirtschaftlich genutzt und daher für den Naturschutz von
geringerer Bedeutung sind.

Für die Ausweisung von Standorten fordert der NABU, künftig
Standard-Untersuchungskonzepte einzusetzen. Derzeit legen die
jeweiligen Planungsregionen noch eigenständig fest, welche Aspekte
wie untersucht werden, was zahlreiche unterschiedliche Regelungen zur
Folge hat. Um die Natur- und Umweltverträglichkeit einer
Windenergieanlage künftig zuverlässig ermitteln zu können, seien
Vereinheitlichungen unerlässlich, so Maria Moorfeld. "Neben
ökologischen Aspekten sollten die Standard-Untersuchungskonzepte auch
Fragen zum Landschaftsbild und der Erholung beantworten. Nur so
können Landschaften erhalten werden, die gänzlich frei von Windkraft
sind", so die NABU-Expertin.

Für Rückfragen:

Maria Moorfeld, NABU-Expertin für Naturschutz und Energiewende,
Telefon 030-284984-1632 Im Internet zu finden unter www.NABU.de



Pressekontakt:
Redaktion: NABU-Pressestelle, Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris
Barthel, Nicole Flöper
Tel.: 030 - 28 49 84-1510, -1722, -1952; Fax: 030 - 28 49 84-2500,
eMail: presse@nabu.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Umweltverbände stellen gemeinsame Kernforderungen zur Bundestagswahl vor NABU zum Energiegipfel: Bund und Länder müssen bei Endlagersuche vorankommen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.06.2013 - 13:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 889288
Anzahl Zeichen: 3416

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Umweltpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 284 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU: Keine Windenergie in Schutzgebieten mehr erlauben/
Tschimpke: Deutschlands Stromversorgung ist naturverträglich machbar
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

NABU (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Nachhaltigkeit in der Wirtschaft: Wer es ernst meint, zeigt Wirkung! ...
Berlin (voices) Jörg-Andreas Krüger, Präsident (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: „3 Wege, wie Unternehmen Nachhaltigkeit neu definieren". Pressekontakt: Jérôme Lombard Pressesprecher Jerome.Lombard@NABU.de Copyright: NABU / Die Verwendung dieses Videos für redaktionelle Zwe

Kuck mal, wer da an der Nessel knabbert - Der NABU will wissen, welche Raupen an Brennnesseln zu finden sind ...
Bei Brennnesseln denken die meisten Menschen an Unkraut und juckende Quaddeln auf der Haut. Die Pflanze hat ein schlechtes Image und wird darum aus vielen Gärten verbannt. "Das ist schade, denn die Brennnessel ist für viele Schmetterlingsraupen eine wichtige Futterpflanze", sagt NABU-Ins

Mehr als eine halbe Million Menschen stellen sich gegen den Abbau von Umweltgesetzen / NABU-Präsident Krüger: Wer Umweltstandards abbaut, ignoriert die Interessen der Bevölkerung ...
Mehr als eine halbe Million Menschen europaweit fordern: Hände weg von unserer Natur! Mit ihrer Unterstützung der Kampagne "Hands Off Nature" senden sie ein deutliches Signal an die EU-Politik: Naturschutz darf nicht dem politischen Druck einzelner Lobbyinteressen geopfert werden. "


Weitere Mitteilungen von NABU


Umweltverbände stellen gemeinsame Kernforderungen zur Bundestagswahl vor ...
Die Umweltorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR) und NABU (Naturschutzbund Deutschland) haben vor der Bundespressekonferenz in Berlin ihre Erwartungen an die wahlkämpfenden Parteien formuliert. Dringenden Handlungsbedarf gebe es nich

NABU kritisiert Verfahren zum Neustart für die Atommüll-Endlagersuche ...
Nach der überparteilichen Einigung auf einen Neustart der Endlagersuche für Atommüll in Deutschland haben sich die daran beteiligten Fraktionen des Deutschen Bundestags darauf verständigt, ein öffentliches Forum zum vorliegenden Entwurf für ein Standortauswahlgesetz durchzuführen. Der NABU

NABU : Mehr Elektroautos nur mit strengeren Verbrauchsvorgaben für Neuwagen ...
Anlässlich der am heutigen Montag in Berlin stattfindenden Internationalen Konferenz "Elektromobilität bewegt weltweit" fordert der NABU die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für strenge CO2-Grenzwerte einzusetzen. Nur so lasse sich der Verkauf von E-Fahrzeugen insgesamt ankurbel

NABU: Ausbaubedarf für neue Stromnetze muss fortlaufend überprüft werden ...
Anlässlich der heutigen Entscheidung des deutschen Bundestags über das so genannte Bundesbedarfsplan-Gesetz für den künftigen Ausbau von Höchstspannungs-Stromleitungen in Deutschland hat der NABU seine Kritik erneuert. Bei der vorausgegangen Planung seien Alternativen zu den Vorschlägen de


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z