Allg. Zeitung Mainz: Markus Lachmann zur Fluglärm-Studie: Eine Fehlplanung
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nicht neu und dürfte von denjenigen, die sich seit Jahren gegen den
Lärm aus der Luft wehren, unterschrieben werden. Mittlerweile
existieren eine ganze Reihe seriöser Studien, die den Zusammenhang
zwischen Fluglärm, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
nachweisen. Doch was sich genau im menschlichen Körper, in den
Arterien abspielt, war bislang noch nicht wirklich erforscht. Die
neue Studie der Mainzer Uni-Medizin beschreibt diese Mechanismen nun
näher, und das ist durchaus als ein Erfolg der Wissenschaftler zu
verbuchen. Ob die Studie wirklich ein "Durchbruch" in der
Fluglärmforschung ist, muss die Forschung selbst beurteilen. Aber
dieErgebnisse dürften ein weiterer Mosaikstein in der
Forschungsliteratur sein. Selbst wenn die Effekte bei den gesunden
Testpersonen viel schwächer als gemessen wären - man möchte sich
nicht ausmalen, welche Effekte Fluglärm erst bei alten Menschen und
Herz-Kreislauf-Patienten haben kann. Doch was sind die Konsequenzen?
Den Frankfurter Flughafen kann man nicht schließen, und es ist naiv
zu glauben, es gebe in Rhein-Main noch Gebiete, die nicht dicht
besiedelt sind. Mit einem Maß an Lärm muss die Region leben. Aber es
ist schon viel gewonnen, wenn die Politik die jüngsten
Forschungsergebnisse überhaupt erst einmal zur Kenntnis nimmt. Umso
gravierender ist es, dass es sich beim Ausbau des Frankfurter
Flughafens ohnehin um eine Fehlplanung handelt. Denn anders kann man
die Konflikte zwischen Startbahn West und Südumfliegung nicht mehr
bewerten. Es sind die Menschen am Boden, die darunter zu leiden
haben.
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Allgemeine Zeitung Mainz
Christina Eickhorn
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Datum: 02.07.2013 - 20:39 Uhr
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