Stuttgarter Zeitung: Riskante Strategie / Kommentar zu Verlage/Springer/Zeitungen
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wachsenden, aber ebenso umkämpften Online-Geschäft mit seinen
schmaleren Margen ist nun eine strategisch klare Entscheidung mit
freilich hohen Risiken. Für die vom Verkauf betroffenen Objekte
müsste die Trennung eigentlich keine schlechte Nachricht sein. Eine
Mutter, die grundsätzlich an ihren Töchtern zweifelt, bietet keinen
Rückhalt. Das sieht auf den ersten Blick beim Erwerber, der
Funke-Gruppe, anders aus. Hier steht Gedrucktes im Zentrum.
Große Sorge bereitet freilich die finanzielle Solidität. Dass die
Essener in Höhe von 260 Millionen Euro die Hilfe von Springer
brauchen, um den Kaufpreis von 920 Millionen Euro finanzieren zu
können, ist beunruhigend. Die Funke-Gruppe ist nicht börsennotiert,
weshalb viele betriebswirtschaftlich wichtigen Fakten nicht bekannt
sind. Bekannt ist aber, dass die Eigentümerstrukturen des Konzerns
Anfang 2012 bereinigt wurden. Die Familie Grotkamp/Funke kaufte der
Miteigentümerfamilie Brost die Anteile ab - und musste sich
verschulden. Sollten künftig die Mittel fehlen, die zum Kauf
anstehenden Springer-Titel weiterzuentwickeln, dann kommen die
Mitarbeiter jetzt vom Regen in die Traufe.
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Datum: 25.07.2013 - 20:45 Uhr
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