Ansgar Dittmar: Zum einjährigen Bestehen des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Ho

Ansgar Dittmar: Zum einjährigen Bestehen des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen - für Toleranz und Anerkennung

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Ansgar Dittmar: Zum einjährigen Bestehen des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen - für Toleranz und Anerkennung



(pressrelations) - Zum einjährigen Bestehen des Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erklärt der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar:

"Wir freuen uns sehr über das einjährige Bestehen des Denkmals. Viel zu lange wurde der homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus? nicht gedacht. Seit nunmehr einem Jahr erinnert das Berliner Denkmal an die Verfolgten. Die kurze Geschichte des Denkmals gibt allerdings nicht nur Grund zur Freude. Innerhalb eines Jahr wurde das Denkmal mutwillig beschädigt und das Sichtfenster der Kusszene zerstört. Dies zeigt die immer noch bestehende Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle und eine nicht mehr nur latente Homophobie in unserer Gesellschaft. Wir dürfen das nicht hinnehmen, sondern dies zum Anlass nehmen, den begonnen Weg weiter fortzuschreiten. Solange es noch zu diesen Übergriffen kommt, besteht Handlungsbedarf in Deutschland.

Wir müssen uns für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen, in der auch der homosexuellen Verfolgten wie allen anderen gedacht werden kann. Für Toleranz und Anerkennung gilt es zu werben. Hierfür müssen eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichgestellt werden und im Grundgesetz geschützt werden. Ebenso muss der Artikel 3 Absatz 3 im Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen Identität erweitert werden. Hier muss die Politik handeln und Signale setzen. Mit der Gleichstellung der Lebenspartnerschaften und dem Merkmal der sexuellen Identität im Grundgesetz würde die Toleranz und Anerkennung im Gesetz verankert werden und ein Grundstein für die Veränderung in der Gesellschaft gelegt. Die SPD hat in den letzen Jahren dafür gekämpft und ist oft am Widerstand der Union gescheitert. Doch werden wir uns weiter für diese Ziele einsetzen und für eine tolerante, weltoffene und pluralistische Gesellschaft in Deutschland kämpfen. Damit es nie wieder zu solch einer Verfolgung kommen wird. Deshalb feiern wir das Jubiläum des Denkmals und gedenken der zahlreichen homosexuellen Opfer und Verfolgten des Nationalsozialismus?."




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Datum: 28.05.2009 - 10:21 Uhr
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