WAZ: Putzen für andere verdient Respekt
- Kommentar von Birgitta Stauber-Klein
ID: 929147
vormachen. Sie wird schnell merken, ob der Auftraggeber ordentlich
ist oder zum Chaos neigt. Sie weiß, ob die Ehe kriselt, die Kinder
Schwierigkeiten machen und wo Portemonnaie oder Autoschlüssel liegen.
Es gibt nicht viele Tätigkeiten, die so intim sind, wie in fremden
Haushalten zu putzen, zu waschen oder Kinder zu betreuen. Ohne
gegenseitiges Vertrauen kann dieses Arbeitsverhältnis wohl nicht
funktionieren.
Insofern wundert es nicht, wenn laut einer Studie Haushaltshilfen
größeres Vertrauen genießen als Handwerker - oder Nachbarn, denen man
lieber die aufgeräumte Seite des häuslichen Innenlebens zeigt. Im
besten Fall kennt man sich gegenseitig und schätzt sich.
Allerdings ist trotz des unkomplizierten Anmeldeverfahrens und der
geringen Kosten Schwarzarbeit im Privathaushalt weit verbreitet.
Dabei kann der Arbeitgeber die Kosten steuerlich geltend machen - das
sollte eine Motivation sein, einen etwas höheren Stundenlohn zu
zahlen, um die mögliche Steuerpflicht der Haushaltshilfen
auszugleichen. Verdient haben sie es allemal.
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Datum: 19.08.2013 - 19:06 Uhr
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