Trierischer Volksfreund:Ärger um Dispozinsen - Leitartikel, Trierischer Volksfreund
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diejenigen, die den Dispo als teures Zusatzangebot für die Banken
verteidigen. Wer das sagt, hat offensichtlich noch nie Geldsorgen
gehabt.
Gewiss ist der Dispo kein normaler Kredit, und jeder Kunde sollte
ihn nur im Notfall nutzen. Bloß kommen angesichts steigender
Lebenshaltungskosten bei vielen Menschen die Notfälle immer häufiger
vor. Am härtesten treffen die horrenden Aufschläge also die, die
ohnehin schon in Schwierigkeiten stecken. Wahr ist außerdem: Von den
Zinsen für die Überziehung können Sparer nur träumen.
Seit Jahren wird schon über die Abzocke diskutiert, doch daran
geändert hat sich nichts. Die zuständige Ministerin Aigner scheut
gesetzliche Regelungen wie der Teufel das Weihwasser. Mit den
mächtigen Banken will sich die Ministerin nicht anlegen. Stattdessen
setzt sie ihre Hoffnung in die Einrichtung eines zentralen
Vergleichsportals im Internet, um beim Dispo für mehr Wettbewerb zu
sorgen. Die Erfahrung mit solchen Portalen ist jedoch eine andere -
zwar lässt sich wie beim Strom der günstigste Anbieter finden, aber
der Vergleich allein hat nicht zu einer Senkung der Kosten für die
Verbraucher geführt. Im Gegenteil. Ähnlich dürfte es auch beim Sprit
sein, wenn Ende August die Preismeldestelle im Netz startet.
Also bleibt nur eine gesetzliche Deckelung der völlig überhöhten
Dispozinsen. Das wäre wirklich im Sinne der Kunden. Dafür plädiert
die Opposition schon lange. Freilich hat sie bislang ihre Mehrheit im
Bundesrat für eine erneute Initiative auch nicht genutzt. Vielleicht
gibt die neue Studie der Stiftung Warentest einen neuen Anstoß.
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Trierischer Volksfreund
Thomas Zeller
Telefon: 0651-7199-544
t.zeller@volksfreund.de
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Datum: 20.08.2013 - 21:17 Uhr
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