Neue OZ: Kommentar zu Gauck / Oradour
ID: 938750
Welch bewegende Szene der Versöhnung: Gemeinsam mit François
Hollande und einem Überlebenden des Massakers hat Bundespräsident
Joachim Gauck der Opfer von Oradour-sur-Glane gedacht. Deutsche und
Franzosen Hand in Hand an einem Ort, an dem SS-Soldaten eines der
fürchterlichsten Verbrechen des Zweiten Weltkriegs verübten, dieses
Bild steht in einer Reihe mit der großen Versöhnungsgeste von Helmut
Kohl und François Mitterrand, die sich 1984 in Verdun über den
Gräbern deutscher und französischer Soldaten die Hand reichten. Das
Signal damals wie heute: Die Toten sind nicht vergessen, doch
erwächst daraus keine Feindschaft mehr, sondern bestimmen
Freundschaft und Vertrauen das Verhältnis beider Staaten.
Dennoch gibt es Wunden, die nicht verheilt sind. Auch fast sieben
Jahrzehnte nach Kriegsende bleibt es notwendig, sich dem dunkelsten
Kapitel deutscher Geschichte zu stellen. Gauck tut dies auf
glaubwürdige Weise. Oradour-sur-Glane ist nicht der erste Ort
deutscher Kriegsverbrechen, den er besucht hat. Zuvor war er schon im
tschechischen Lidice und im italienischen Sant'Anna di Stazzema,
weiteren zerstörten Dörfern. Der Präsident geht einen ebenso schweren
wie lohnenswerten Gang. Denn die Zeit ist reif, Lücken der
Geschichtsaufarbeitung zu schließen. Zugleich gibt es aber auch Grund
zur Freude, über das Geschenk der Versöhnung, das uns Deutschen
gemacht wird.
Uwe Westdörp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.09.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 938750
Anzahl Zeichen: 1744
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 223 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Gauck / Oradour"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Syrien ...
Zu spät für Moral Als "moralische Verpflichtung" hat US-Außenminister John Kerry eine Intervention in Syrien nach dem mutmaßlichen Giftgas-Einsatz bezeichnet. So verabscheuungswürdig diese Waffe auch ist: Angesichts Hunderttausender toter und Millionen vertriebener Syrer in meh
Neue OZ: Kommentar zu Familiensplitting ...
Nachbessern, bitte Ist das Ehegattensplitting antiquiert? Ist es ungerecht, weil auch Kinderlose von der gemeinsamen Besteuerung profitieren? Ja, sagen viele und verweisen auf unverheiratete Eltern, Patchworkfamilien oder Familien, in denen Gleichgeschlechtliche Kinder großziehen. Andererseit
Neue OZ: Kommentar zu Organspende ...
Trotz allem: Spenden! Nach den Vorfällen in Göttingen geht es nun bei der Organtransplantation um Verstöße, die Kontrolleure bei der Vergabe von begehrten Spenderorganen festgestellt haben. Erneut geraten damit die Transplantationszentren an deutschen Unikliniken ins Zwielicht, auch wenn
Weser-Kurier: Gregor Gysi wirbt für rot-rot-grünes Bündnis ...
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, wirbt für ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl. Sollte als Ergebnis des 22. September "eine Mehrheit jenseits von CDU und FDP" möglich sein, "wird die SPD größte Schwierigkeiten haben zu erklären,




