Mehr Organspender, aber weniger Transplantationen
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Mehr Organspender, aber weniger Transplantationen
"Immer mehr Menschen in Deutschland wollen Organe spenden und dokumentieren das mit einem Organspendeausweis. Das ist eine positive Entwicklung. Trotzdem ging die Zahl der Organtransplantationen 2008 merklich zurück. Das ist ein Unding. Nach wie vor warten rund 12.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Wer weiter erfolgreich um die Spendenbereitschaft der Menschen werben will, muss dafür Sorge tragen, dass auch tatsächlich mehr Transplantationen durchgeführt werden.
Die unterschiedlichen Entwicklungen bei der Spendenbereitschaft und den tatsächlichen Transplantationen zeigen Handlungsbedarf an. So müssen die Krankenhäuser mehr gefordert, aber auch gefördert werden. Einerseits ist es nicht hinnehmbar, dass einige Kliniken gar keine Organspenden melden. Andererseits zeigt sich hier die zu Recht beklagte Unterfinanzierung und Personalunterdeckung in den Krankenhäusern. Organtransplantationen sind aufwendig und erfordern ausreichende personelle und technische Kapazitäten. Transplantationsbeauftragte müssen ausreichend qualifiziert und freigestellt sein. Dafür müssen Mittel zur Verfügung stehen. Organspenden dürfen nicht zum Geschäft werden, aber sie dürfen keinesfalls die Kliniken und Ärztinnen und Ärzte zusätzlich belasten. Hier muss die Politik Weichen stellen."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
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Datum: 05.06.2009 - 16:51 Uhr
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