Höhn (Grüne): Bündnis mit CDU/CSU Kamikaze/Metzger (CDU): Schwarz-Grün erst in Hessen testen
ID: 958763
Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, hat zwei Tage vor den
Sondierungsgesprächen mit der Union ein Bündnis mit CDU/CSU
abgelehnt, kann sich eine Zusammenarbeit nach der nächsten
Bundestagswahl aber vorstellen. "Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich das
für Kamikaze", erklärte Höhn in der phoenix RUNDE. Das neue grüne
Führungspersonal müsse zunächst Erfahrungen sammeln, ohne durch eine
schwierige Regierung beschwert zu werden. Außerdem gebe es keine
entsprechenden Mehrheiten im Bundestag. "Wir wären eingeklemmt
zwischen Union und SPD", so die Grünen-Politikerin, die ein Bündnis
mit CDU/CSU nicht grundsätzlich ausschließt. "Aber man muss das in
einem starken Bundesland schon einmal gemacht haben und zeigen, dass
es geht, bevor man es im Bund probiert", so Höhn. Sie sehe derzeit in
der Union auch nicht die Beweglichkeit, die nötig sei, um eine solche
Koalition argumentativ vier Jahre zu stützen.
Ihrer Partei empfahl Höhn, künftig einen eigenständigen Weg zu
gehen und sich auf grüne Werte, etwa den ökologisch-sozialen Umbau
des Staates zu konzentrieren. "Wir werden unsere Wurzeln nicht kappen
und müssen uns wieder auf Grün konzentrieren, um beide Optionen,
sowohl Rot-Rot-Grün als auch Schwarz-Grün offenzuhalten." Derzeit
gebe es im Bundestag etwa eine linke Mehrheit, "aber wir können sie
nicht nutzen". Ursächlich für das nicht zufriedenstellende Ergebnis
der Bundestagswahl sei auch innerparteiliche Kritik während des
Wahlkampfs an Positionen der Steuerpolitik gewesen. "Wir waren als
Partei nicht geschlossen genug", sagte Höhn.
Auch der frühere Grüne und heutige Unionspolitiker Oswald Metzger
zeigte sich gegenüber einer schwarz-grünen Zusammenarbeit
aufgeschlossen. "Ich rechne nicht damit, dass dies jetzt auf
Bundesebene läuft, aber beide Parteien wären gut beraten, dies in
Hessen einmal zu testen", erklärte Metzger. Schließlich müssten auch
CDU/CSU für die Zukunft planen. "Die Union hat ein formidables
Wahlergebnis, aber es gibt keine bürgerliche Koalitionsoption mehr."
Pressekontakt:
PHOENIX-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 190
Fax: 0228 / 9584 198
pressestelle@phoenix.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.10.2013 - 10:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 958763
Anzahl Zeichen: 2488
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn/Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 292 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Höhn (Grüne): Bündnis mit CDU/CSU Kamikaze/Metzger (CDU): Schwarz-Grün erst in Hessen testen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PHOENIX (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Alternative für Deutschland (AfD) trifft sich am Samstag, 4. Juli 2026, und Sonntag, 5. Juli 2026, zu ihrem Parteitag in Erfurt. Im Vorfeld des Parteitages haben mehrere Gruppen zu Demonstrationen aufgerufen. phoenix berichtet an beiden Tagen jeweils ab 10.00 Uhr vom Geschehen vor Ort. Auf de
ifo-Präsident Clemens Fuest überzeugt: Staat muss Ausgaben stärker begrenzen, wenn Steuern nicht steigen sollen ...
Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts, hat das Reformpaket der Bundesregierung grundsätzlich als "erheblichen Fortschritt" begrüßt, gleichzeitig aber die Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, die staatlichen Ausgaben zu begrenzen und in bestimmten Bereichen auch zurückzuf
Arbeitgeberverbände von Reformplänen der Bundesregierung "positiv überrascht" ...
Die deutschen Arbeitgeberverbände begrüßen die Ergebnisse des Reformpakets der Bundesregierung. "Richtung stimmt, Geschwindigkeit kann noch gesteigert werden, aber wir sind positiv überrascht, was diese Nacht verabredet worden ist. Ich empfinde das als einen Kurswechsel", erklärte Ste
Weitere Mitteilungen von PHOENIX
LVZ: CSU: Keine Versprechungen auf Pump und keine Steuererhöhungen" / Hasselfeldt über Seehofers Rolle: "Richtlinienkompetenz hat die Kanzlerin" ...
"Keine Versprechungen auf Pump und keine Steuererhöhungen" sind für die CSU Grundbedingungen jeder neuen von der Union geführten Bundesregierung. Das unterstrich die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt in einem Gespräch mit der "Leipziger Volkszeit
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe ...
Deutsche Krebshilfe: Schockbilder auf Zigarettenpäckchen sinnvolle Maßnahme "Verschleppung der Abstimmung über Tabakrichtlinie hätte nur der Industrie in die Hände gespielt" Osnabrück.- Die Deutsche Krebshilfe hat es begrüßt, dass mit Schockbildern und größeren Warnhi
Neue OZ: Neue OZ - Nachricht zu Transrapid ...
Transrapid: Abriss der Teststrecke verzögert sich weiter Unstimmigkeiten zwischen Besitzgesellschaft und Bundeswirtschaftsministerium Osnabrück.- Der Rückbau der Transrapid-Teststrecke im Emsland verzögert sich weiter. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) unter B
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit den Osnabrücker Professoren Christina Noack und Thomas Bals ...
Experten: Deutsches Bildungssystem trivialisiert Lesenlernen Massive Defizite bei Auszubildenden festgestellt Osnabrück.- Die Osnabrücker Professoren Christina Noack und Thomas Bals sehen in dem schlechte Abschneiden der deutschen Erwachsenen bei der Lesekompetenz im Rahmen der PIAAC-S




