LVZ: SPD erhöht Druck auf die Union / SPD-Konvent soll am Sonntag unumstößliche Prüfsteine für einen Koalitionsvertrag verabschieden
ID: 963697
Sondierungsrunde zwischen Union und SPD erhöht sich der Druck bei den
Sozialdemokraten auf den möglichen Partner. Berlins SPD-Landeschef
Jan Stöß sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe):
"Die sozialpolitische Ost-West-Angleichung ist für uns
unverzichtbar." Ohne einen Zielplan zur Ost-West-Angleichung bei den
Renten und bei den Löhnen könne es keine Verabredung auf eine große
Koalition geben.
Laut Stöß sei es für die SPD besser, "wir setzen vier, fünf
eindeutig sozialdemokratische Punkte durch, als dass wir unserer
Basis in einem möglichen Koalitionsvertrag 30 schön klingende
Formelkompromisse ohne wirklichen Politikwechsel präsentieren".
Der Wortführer des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD,
Johannes Kahrs, nannte es gegenüber der Zeitung ebenfalls "zwingend,
dass die SPD einige entscheidende Punkte durchsetzen kann". Dazu
zähle der Mindestlohn von 8,50 Euro, flächendeckend und gesetzlich
geregelt, Verbesserungen bei der Leiharbeit und den Werkverträgen,
sowie die doppelte Staatsbürgerschaft, die völlige Gleichstellung von
Beziehungen sowie Mietpreisobergrenzen. "Ohne diese Punkte ist eine
Koalition nur ganz schwer zu machen." Zudem verwies Kahrs erneut auf
die "entscheidende Bedeutung" des Finanzministeriums. "Nur damit ist
die Augenhöhe zwischen den Partnern zu garantieren und nur so gebe es
einen respektvollen Einstieg in die große Koalition.
Nach Informationen der Zeitung plant die SPD-Führung zudem, sich
mit einem "Katalog von unumstößlichen Prüfsteinen" ein Votum des
SPD-Konvents vom Sonntag für Koalitionsverhandlungen mit der Union
geben zu lassen. Nur bei Durchsetzung dieser Eckpunkte, darunter wäre
dann auch der Mindestlohn, dürfe man abschließen. Damit ließe sich
verhindern, dass die Union bereits vor Beginn der eigentlichen
Koalitionsvereinbarungen der SPD substantielle Zugeständnisse machen
müsse.
Pressekontakt:
Leipziger Volkszeitung
Büro Berlin
Telefon: 030/233 244 0
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.10.2013 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 963697
Anzahl Zeichen: 2302
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leipzig
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 247 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"LVZ: SPD erhöht Druck auf die Union / SPD-Konvent soll am Sonntag unumstößliche Prüfsteine für einen Koalitionsvertrag verabschieden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Leipziger Volkszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Leipziger Volkszeitung
Mittelbayerische Zeitung: Die Tür ist nicht ganz zugenagelt - Die Sondierungen zwischen Union und Grünen haben ein neues politisches Projekt aufgezeigt. Von Reinhard Zweigler ...
Man traute Dienstagnacht ja seinen Augen und Ohren nicht. Für eine kurzen historischen Augenblick war der Türspalt für eine schwarz-grüne Koalition geöffnet. Selbst nach dem Scheitern des Sondierungsgesprächs gab es - vereinzelt - Küsschen rechts und links sowie viele warme Worte, von Schw
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Schwarz-Grün ...
Die Tür für eine schwarz-grüne Bundesregierung ist zu - zunächst. Nach den guten Sondierungsgesprächen sind sich Union und Grüne näher gekommen. Die Botschaft lautet: Wir mögen uns - für mehr ist es aber noch zu früh. Gut so! Die inhaltlichen Schnittmengen sind noch zu klein, um eine
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Parteispenden ...
Mit den Regelungen zur Zulässigkeit von Parteispenden im demokratischen System verhält es sich wie mit der Demokratie selbst. Unter den schlechtesten Regierungsformen ist sie immer noch die beste. Ob man Zahlungen von interessierter Seite (von wem sonst?) verbietet oder an Personen bindet
WAZ: Sicherheit schafft Akzeptanz. Kommentar von Wilfried Goebels ...
Die Suche nach Standorten für den Maßregelvollzug ist ein politischer Drahtseilakt. Haftanstalten für psychisch- und suchtkranke Gewalttäter wecken Ängste. Der Reflex funktioniert nach dem Sankt-Florians-Prinzip: Überall, nur nicht in meiner Nähe. Weil Kliniken wie Eickelborn maßlos übe




