Ausbildungsmarkt krisenfest machen - SPD beschliesst Schutzschirm fuer Ausbildung
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Ausbildungsmarkt krisenfest machen - SPD beschliesst Schutzschirm fuer Ausbildung
Der Deutsche Bundestag wird noch in dieser Woche auf Initiative der Arbeits- und Bildungspolitiker der SPD-Fraktion die Regelungen zur Foerderung betrieblicher Ausbildungsplaetze fuer die sogenannten Insolvenzauszubildenden beschliessen. Damit schaffen wir einen wichtigen Baustein, um Ausbildungsplaetze auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise zu schuetzen.
Wir machen den Ausbildungsmarkt krisenfest. Mit dem Schutzschirm fuer Ausbildungsplaetze wollen wir den Jugendlichen schnell und unbuerokratisch helfen. Und wir wollen, dass auch in diesem Jahr mindestens 600.000 Ausbildungsplaetze zur Verfuegung stehen. Wir erwarten, dass die Firmen nicht mit der Ausbildung nachlassen. Denn wenn die Konjunktur wieder anspringt, brauchen wir noch mehr Fachkraefte.
In der Wirtschafts- und Finanzkrise wird es mehr Insolvenzen geben. Mehr Insolvenzen bedeutet auch, dass mehr Ausbildungen abgebrochen werden und die Auszubildenden in anderen Betrieben untergebracht werden muessen. Deshalb lockern wir die starren Regelungen zur Foerderung dieser Auszubildenden. Wenn ein Betrieb es Lehrlingen ermoeglicht, ihre Ausbildung nach der Insolvenz fortzusetzen, soll dies kuenftig mit dem Ausbildungsbonus gefoerdert werden koennen - und zwar unabhaengig davon, ob der Ausbildungsplatz im Betrieb zusaetzlich eingerichtet wird oder der Azubi nur schwer vermittelbar ist.
Wir verbinden mit dieser gesetzlichen Verbesserung fuer die Betriebe zwei Erwartungen: Zum einen sollen die bestehenden Laenderprogramme zur Unterstuetzung der Insolvenzauszubildenden bestehen bleiben. Zum anderen erwarten wir von der Bundesagentur fuer Arbeit, dass sie die Moeglichkeiten der ueberbetrieblichen Ausbildungsplaetze mindestens auf das Niveau des vergangenen Jahres bedarfsorientiert aufstockt. Die Entwicklung bei Ausbildungsabbruechen insgesamt muss darueber hinaus im Blick gehalten werden.
Wir halten daran fest, dass das Einstiegsgeld fuer Auszubildende, die eine Ausbildung aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II heraus aufnehmen, richtig ist, um weitere Hilfebeduerftigkeit zu vermeiden. Auch die zeitliche Verlaengerung der Berufsorientierung ueber das Jahr 2010 hinaus wollte die SPD-Fraktion erreichen. Das war leider mit dem Koalitionspartner nicht machbar.
Mit den heutigen Beschluessen helfen wir Auszubildenden, die von Insolvenz betroffen sind. Die Koalition ist auch kurz vor Ende der Legislaturperiode handlungsfaehig, und die SPD ist die treibende Kraft in dieser Koalition
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Datum: 17.06.2009 - 17:41 Uhr
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