Neue OZ: Kommentar zu Rente / Rentenerhöhung für ältere Mütter
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Zunächst wurde viel dementiert, doch inzwischen lässt es sich
eindeutig nachweisen: Die Gefahr, als Rentner zu verarmen, ist
gewachsen. Das hat sich auch bei denen herumgesprochen, die gerade
über die Bildung einer neuen Bundesregierung verhandeln. Jetzt sollen
ältere Mütter, Erwerbsgeminderte und Geringverdiener bei der Rente
bessergestellt werden.
Die Versprechungen haben der Kanzlerin mit zu ihrem bisher besten
Ergebnis bei einer Bundestagswahl verholfen. Nun geht es um die
Frage, wie die Einlösung solcher Zusagen finanziert wird. Dabei
schielen auch Parteifreunde von Angela Merkel auf das verlockende
Geldpolster der gesetzlichen Rentenversicherung.
Die Nachhaltigkeitsrücklage von voraussichtlich 31 Milliarden Euro
zum Jahresende ist nur eine Momentaufnahme. Noch füllen die
geburtenstarken Jahrgänge die Kassen der gesetzlichen
Rentenversicherung auf, bald aber erreicht diese Generation das
Ruhestandsalter. Das allein wäre schon Grund genug, die Reserven zu
schonen.
Neben Nachhaltigkeit geht es aber in der Politik auch um
Ehrlichkeit. Den Wert von Kindererziehung bei der Rente älterer
Mütter niedriger als bei jüngeren anzurechnen ist ungerecht. Diese
bisherige Praxis zu ändern kostet Geld, das die Allgemeinheit
aufbringen muss. Notfalls durch die Streichung anderer Wohltaten oder
höhere Steuern.
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Datum: 29.10.2013 - 22:00 Uhr
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