WAZ: Eine Frage der Förderung. Kommentar von Christopher Onkelbach
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Ruhrgebiet unterhält sich mit seinen Eltern nicht auf Deutsch. Doch
das besagt zunächst wenig. Wenn eine deutsche Familie, sagen wir,
nach Italien umzieht, in welcher Sprache wird sich dann wohl am
Esstisch unterhalten? Eben: Deutsch. Problematisch wird es erst, wenn
es dabei bleibt, wenn die zweite Sprache nicht rasch und gut gelernt
wird. Viele Eltern aber sind damit überfordert. Sollen sie mit ihren
Kindern zu Hause Deutsch reden, wenn sie es selbst nicht perfekt
beherrschen? Das ist abwegig. Daher haben Erzieher und Lehrer eine
wachsende Verantwortung für die Sprachentwicklung der Kinder, sie
entscheidet über den Bildungserfolg. Gerade im Ruhrgebiet mit seinem
hohen Anteil an Zugewanderten wurde das verstanden, leisten Kitas und
Schulen vielerorts gute Arbeit. Nachholbedarf haben da eher die
ländlichen Gebiete. Wenn trotz eines geringeren Anteils an Ausländern
die Quote der Migranten-Kinder, die auf Förderschulen geschickt
werden, höher ist als in den Städten, dann deutet dies auf eine
latente Benachteiligung hin. Im Sinne der Kinder ist das sicher
nicht.
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Datum: 17.01.2014 - 19:04 Uhr
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