Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu den Rentenplänen: Zwiespältig, von Reinhard Zweigler
ID: 1042620
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles das Rentenpaket der Koalition
in rasantem Tempo erarbeiten und packen lassen. Am Donnerstag brachte
die SPD-Poltikerin das Gesetzeswerk, das eine bessere Honorierung von
Erziehungszeiten, die abschlagsfreie Rente mit 63 bei 45
Beitragsjahren sowie bessere Reha-Leistungen enthält, ins Parlament
ein. Doch selten war die Annahme eines Paketes von so zwiespältigen
Gefühlen begleitet wie in diesem Fall. Wohl jeder hat Verständnis
dafür, dass Müttern, deren Erziehungszeiten für Kinder, die vor 1992
geboren wurden, nun bei der Rente etwas bessergestellt werden. Auch
Beschäftigte, die nach einem harten Arbeitsleben mit 63 ohne
Abschläge in Rente gehen können, sei das von Herzen gegönnt. Das
unangenehme Gefühl beim Auspacken von Nahles' Rentenpaket stellt sich
jedoch ein, wenn die Rechnung für die Wohltaten nun ausschließlich
den Beitragszahlern präsentiert wird und nicht allen Steuerzahlern.
Und außerdem ist unklar, wie Nahles eine Frühverrentungswelle
verhindern will. Es ist deshalb gut, dass die flotte Bundesministerin
Änderungen an ihrem Gesetzesentwurf ausdrücklich für angebracht hält.
Per Order di Mufti ist ein so weitreichendes und teures Vorhaben
nicht durch den Bundestag zu bringen. Es geht immerhin um einen
Batzen von rund 160 Milliarden Euro, die vor allem die Beitragszahler
in den nächsten 15 Jahren aufbringen müssen. Und wenn die Jüngeren
fragen, "Müssen wir für die etwas besseren Renten unserer Mütter und
Großmütter aufkommen?", ist auch das berechtigt.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.04.2014 - 20:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1042620
Anzahl Zeichen: 1889
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Regensburg
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 236 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu den Rentenplänen: Zwiespältig, von Reinhard Zweigler"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C
Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt
Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,
Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung
Mittelbayerische Zeitung: Windige Versprechen: Die Koalition verkauft denÖkostrom-Gipfel dreist als Erfolg - und bittet die üblichen Verdächtigen zur Kasse. Von Stefan Stark ...
Teuer, teurer, große Koalition. Die Plünderung der Rentenkassen, die ungebremste Steuerabzocke durch die kalte Progression und nun auch noch die Ökostromreform, die die Lasten für die Energiewende weiter den üblichen Verdächtigen aufhalst: Das schwarz-rote Bündnis nutzt seine erdrückende
Westfalenpost: Keine Sonderstellung für das Ruhrgebiet / Kommentar von Joachim Karpa zur Stärkung des Regionalverbandes Ruhr ...
Wie Kai aus der Kiste taucht urplötzlich der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Stärkung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf. Ohne öffentliche Diskussion, einfach so, räumt die Landesregierung dem Ruhrgebiet eine Sonderstellung ein. Düsseldorf erweitert die Kompetenzen des RVR erheblich
Westfalenpost: Signale und Gerechtigkeit / Kommentar von Harald Ries zum Rentengesetz ...
Ist es gerecht, wenn Mütter auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, einen Rentenzuschlag bekommen? Sicher. Und ist es gerecht, wenn ein Dachdecker, der nach mehr als 45 Jahren im Beruf nicht mehr arbeiten kann, im Alter von 63 ohne Abschlag in den Ruhestand gehen kann? Eher schon. Aber ist
RNZ: Kommentar Rhein-Neckar-Zeitung zu Steuerbonus für Handwerksleistungen ...
Die Forderung des SPD-Vizefraktionschefs Schneider ist folgerichtig: Er plädiert dafür, den Steuervorteil für Handwerksleistungen abzuschaffen. Der Staat würde dadurch pro Jahr 1,5 Milliarden Euro sparen - Geld, das dem Steuerzahler an anderer Stelle besser zugute kommen könnte. Bedauer




