Schavan darf Startschuss der Hochschulzulassung nicht verpennen
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Schavan darf Startschuss der Hochschulzulassung nicht verpennen
Die Hochschulzulassung bewegt mit Recht alle Studierenden und ihre Familien genauso wie die Hochschulen. Bundesministerin Schavan droht hier allerdings weitere drei Monate durch Nichtstun zu verschenken. Anders als geplant ist die Ausschreibung fuer die Softwareentwicklung des kuenftigen Bewerbungsportals immer noch nicht erfolgt. Dabei laesst der vorgesehene Zeitplan bis zum Start 2011/12 fuer ein Softwareprojekt dieser Groesse wirklich keine Zeit fuer sommerliche Schlaefrigkeit zu. Deshalb war die SPD ja bereit, nach Vorlage des ueberfaelligen BMBF-Konzeptes die Bundesmittel unverzueglich freizugeben - vor nun drei Monaten. Wenn die Verzoegerungen sich jetzt noch weiter fortsetzen, geraet der neue, bereits einmal verschobene Starttermin erneut in Gefahr.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die umgehende Veroeffentlichung der Ausschreibung fuer die Software zum kuenftigen Zulassungsbewerbungsportal.
Es ist voellig unverstaendlich, wie nachlaessig die Ministerin dieses zentrale Hochschulprojekt mit seiner Bedeutung fuer alle Studierenden und ihre Zeit- und Bildungschancen weiterhin betreibt. Dies gilt umso mehr, als dieses hemdaermelige Management bereits bezeichnend war fuer den ersten Projektcrash Ende vergangenen Jahres. Ministerin Schavan hatte Geld versprochen, ansonsten aber die Haende in den Schoss gelegt und allein auf Erfolgsmeldungen gewartet. Als die ausblieben und Hochschulen, ZVS und Laender dann Ende 2008 voellig ueber Kreuz lagen, musste sie die Einfuehrung abermals verschieben.
Allerdings ist von dem versprochenen "professionelleren"
Management nichts zu spueren - und das gerade bei der Softwareentwicklung, dem Herzstueck des kuenftigen Bewerbungsportals. Denn die nun verspaetete Ausschreibung bedeutet immer eine spaetere Auftragserteilung, die wiederum eine spaetere Lieferung nach sich zieht - und das koennte heissen, dass auch der Starttermin Wintersemester 2011/12 gefaehrdet ist. Warum braucht das Bundesministerium fuer Bildung und Forschung mehr als drei Monate, um eine eiligst geforderte Mittelfreigabe in eine Ausschreibung umzusetzen? Warum muessen alle Beteiligten wieder einmal auf Frau Schavan warten, die wohl noch mit dem Ausschreibungstext hadert?
Wenn Schavan schon den Start verpennt, was duerfen wir fuer das ganze Projekt erwarten? Und was fuer die geplante Zwischenloesung in diesem und im folgenden Jahr, jeweils Anfang September die noch nicht besetzten Studienplaetze auf einer Online-Boerse zur Verfuegung zu stellen? Die SPD-Bundestagsfraktion wird weiter darauf hinwirken, dass das neu gestartete Projekt zum Bewerbungsmanagement in der Hochschulzulassung erfolgreich ist. Aber wir werden Frau Schavan nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, jetzt ganz konkret ihre Arbeit zu tun und ihren Beitrag zu leisten, um die Studierenden vom Zulassungschaos zu befreien.
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Datum: 01.08.2009 - 05:05 Uhr
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