Mitteldeutsche Zeitung: Schädling bedroht Weinernte
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weiter in Deutschland und bedroht in diesem Jahr erstmals auch die
Bestände von Weinbauern in Sachsen-Anhalt. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Montagausgabe. Der
Schädling befällt nur rote Trauben und macht sie ungenießbar. Bis
jetzt war die aus Asien stammende Art vor allem im süddeutschen Raum
ein Problem und führte zu größeren Ernteausfällen.
Auf den meisten Weingütern im Land ist der Schädling schon
gesichtet worden. Die Sorgen bei den Winzern wachsen. Noch habe man
die Situation aber im Griff, sagt Albrecht Zieger von der
Winzervereinigung Freyburg-Unstrut: "Die Lage ist noch nicht
dramatisch." Beim Portugieser - einer roten Traubensorte - geht
Zieger von einem Schaden von zehn bis 15 Prozent aus, also maximal 20
000 Litern. Auch auf dem Landesweingut Kloster Pforta seien laut
Franziska Zobel Trauben von der Fliege befallen. Dass der Schaden
noch nicht so groß ist, liege auch daran, dass im Saale-Unstrut-Raum
vorrangig weiße Trauben angebaut werden.
Der Harzer Winzer Matthias Kirmann warnt jedoch davor, die Gefahr
zu unterschätzen. Die Kirschessigfliege vermehre sich rasant schnell.
"Wenn wir jetzt nur wenig Befall haben, kann das in einer oder zwei
Wochen bereits ganz anders sein", so Kirmann.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Walter Zöller
Telefon: 0345 565 4266
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Datum: 22.09.2014 - 02:00 Uhr
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