Afghanistanposition der Welthungerhilfe ist weltfremd
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Afghanistanposition der Welthungerhilfe ist weltfremd
Zu den gestrigen Äußerungen des neuen Generalsekretärs der Welthungerhilfe Wolfgang Jamann, die zivil-militärische Zusammenarbeit Deutschlands in Afghanistan sei ein Sündenfall, erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Christian Ruck MdB:
Die Kritik, Deutschland verfolge die Strategie der Militarisierung der zivilen Entwicklung, ist weder professionell noch seriös, sondern tendenziös. In Afghanistan verfolgen wir die klare Strategie der Friedensentwicklung durch Entwicklungspolitik, flankiert durch Bundeswehr und Polizei. Die Strategie der vernetzten Sicherheit hat sich bewährt. Den komplexen Herausforderungen in Afghanistan kann nur mit einer Kombination von diplomatischen, entwicklungspolitischen und sicherheitspolitischen Maßnahmen begegnet werden. Darüber gibt es bei den Fachleuten Konsens. Wir bedauern, dass die Welthungerhilfe in ihrem Einsatz in Afghanistan Ziel von Angriffen geworden ist und Opfer zu beklagen hatte. Wir können jedoch die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen. Wer meint, die Taliban würden bei der Auswahl ihrer Ziele zwischen Entwicklungs- und Sicherheitseinsätzen trennen, verkennt die Lage. Die gegenwärtige Offensive der Taliban dient der Torpedierung der Präsidentschaftswahlen. Damit gibt es für alle, die sich für Demokratie einsetzen, eine erhöhte Gefährdung. Die Taliban wollen jeglichen Fortschritt bei Sicherheit und Entwicklung für die Afghanen unterbinden. Dem kann nur mit einem vernetzten Ansatz entgegengewirkt werden, der jedoch aktuelle Bedrohungslagen beim Einsatz berücksichtigen muss.
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Datum: 18.08.2009 - 12:34 Uhr
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