Weser-Kurier: Zum Chemie-Nobelpreis für Stefan W. Hell schreibt Jürgen Wendler:
ID: 1119060
die Entwicklung der hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie", der für
Physik "für die Erfindung von effizienten, blaues Licht aussendenden
Dioden" vergeben. Schon wegen der Fremdwörter wird manchem bei
solchen Formulierungen als Erstes diese Frage in den Sinn kommen: Was
hat das mit mir, was hat das mit meinem Leben zu tun? Und nicht
wenige werden sich in dem bestärkt fühlen, was für sie seit ihren
ersten Jahren als Schüler ohnehin ausgemachte Sache ist:
Naturwissenschaften sind ein Buch mit sieben Siegeln, ein Bereich,
dem man zwar mit Bewunderung und Respekt, im Idealfall aber
persönlich möglichst selten begegnet. Zur ganzen Wahrheit gehört aber
auch dies: Viele Menschen - nicht nur Schüler - machen die Erfahrung,
dass Dinge ihren Schrecken verlieren, wenn man ihnen offen begegnet,
wenn man sich mit ihnen auseinandersetzt. Wer Zusammenhänge einmal
verstanden hat, dem eröffnen sich zuvor ungeahnte Möglichkeiten. Die
Themen der Nobelpreisträger klingen schon weniger befremdlich, wenn
man sich klarmacht, was sich dahinter verbirgt. Die
Chemie-Nobelpreisträger, darunter Stefan W. Hell, werden deshalb
ausgezeichnet, weil sie Wege gefunden haben, selbst winzige Bausteine
von Lebewesen und Vorgänge in lebenden Zellen sichtbar zu machen. Und
die Physik-Nobelpreisträger, unter ihnen der seit vielen Jahren in
Bremen als Honorarprofessor tätige Shuji Nakamura, haben mit ihrer
Erforschung von Materialien, die bei Stromzufuhr Licht aussenden,
dazu beigetragen, die Beleuchtungstechnik zu revolutionieren.
Leuchtdioden benötigen wesentlich weniger Energie als herkömmliche
Glühlampen. Alle genannten Arbeiten haben erhebliche Auswirkungen auf
das Leben von Menschen. Haushalte bekommen die Möglichkeit, den
Strombedarf zu senken, und wer Zellen im Detail studieren kann, hat
zum Beispiel auch die Option, herauszufinden, was genau bei
Virusinfektionen geschieht oder warum sich Krebszellen wie verhalten.
Die Nobelpreisträger zeigen, dass sich Forschung lohnen kann - und
auch, warum es wichtig ist, Menschen, insbesondere Schülern, die
Angst vor dem Umgang mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu
nehmen. In Bremen gibt es verschiedene Einrichtungen, die sich dabei
besondere Verdienste erwerben, nicht zuletzt das Haus der
Wissenschaft.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.10.2014 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1119060
Anzahl Zeichen: 2729
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Kunst und Kultur
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zum Chemie-Nobelpreis für Stefan W. Hell schreibt Jürgen Wendler:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Gabriel spricht sich für EU-Beitritt von Kanada aus ...
Der frühere Außenminister und jetzige Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Sigmar Gabriel, hat sich dafür ausgesprochen, Kanada in die Europäische Union einzubinden. "Ich würde den Kanadiern anbieten, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Das wäre wahrscheinlich das Sinnvollste. Vielle
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Allgemeine Zeitung Mainz: Glückszonen / Kommentar zu Glück und Zufriedenheit ...
Glücklich ist, wer sich selbst dafür hält", wusste schon der römische Philosoph Seneca. Insofern gibt es an dem regelmäßig erhobenen Glücksatlas nichts zu deuteln. Wie glücklich wir sind, können wir schließlich nur selbst bestimmen. Und dass wir Deutschen glücklich im Sinne von zu
Design-Skulpturen – Ausdruck von Individualität und Statussymbol für Erfolgreiche ...
Seit Tausenden von Jahren verschönern die Menschen ihr Heim, öffentliche Einrichtungen und Werkstätten ihres Schaffens mit kunstvollen Gegenständen. So gehörten schon in der Antike Wandmalereien, Reliefs, Mosaike und Statuen zu den Basics gehobener Raumgestaltung. Damals wie heute sind sie Ausd
junge Welt: Axel-Springer-Vize: Sozialismus aus dem Rechner ist möglich ...
Springer-Vize Christoph Keese hält das künftige Gelingen einer sozialistischen Planwirtschaft für möglich, jedenfalls mit der heute vorhandenen Technologie. Das geht aus einem Gespräch hervor, dass er mit der Tageszeitung junge Welt geführt hat. Darin sagt er: »Es könnte tatsächlich
Pure Pop Art III @ 30works ...
Pure Pop Art III @ 30works Gruppenausstellung mit John Breed, François Coorens, Jörg Döring und Van Ray Eingängig und gefällig? Ja. Anspruchslos und unreflektiert? Mitnichten. Pop Art war und ist bis heute Teil eines Diskurses, der der Gesellschaft, ihrer Selbstwahrnehmung und –Darstell




