Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum EU-Gipfel: Nicht erpressen lassen, von Daniela Weingärtner
ID: 1189314
Gipfelbilanz diesmal so aus: Zehn Stunden lang redeten 28
Regierungschefs über die Ukrainekrise, Energiefragen, die Konjunktur,
den islamistischen Terror und die Lage in Libyen. Vier Stunden lang
konferierte ein nächtlicher Minigipfel zusätzlich mit dem
griechischen Premierminister über das Reform- und Rettungspaket. Kein
Wunder, dass die Geduld vieler Mitgliedsstaaten erschöpft ist.
Schließlich hat die EU im Augenblick drängendere Probleme als das
Katz-und-Maus-Spiel einer recht dreist auftretenden und unerfahrenen
neuen Regierung in Europas Randlage. Doch selbst wenn sich
Griechenland in den kommenden Wochen aus dem Euro katapultieren
würde, wäre es danach noch immer Mitglied der Europäischen Union -
und damit voll stimmberechtigt. Außenpolitische Entscheidungen
treffen die EU-Regierungen nach wie vor einstimmig. Bereits im Juli
steht etwa die Frage an, ob die Sanktionen gegen Russland verlängert
werden. Ein isoliertes und gedemütigtes Griechenland könnte dagegen
sein Veto einlegen und die sorgfältig gepflegte Fassade der
Geschlossenheit zerstören. Erpressen lassen darf sich die EU trotzdem
nicht. Denn wenn Athen mit einer unausgesprochenen Vetodrohung eine
Sonderbehandlung erreicht, werden andere kleine Länder wie Ungarn
oder Zypern das auch versuchen. Die so dringend nötige Einheit nach
außen käme der EU dann vollends abhanden.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.03.2015 - 21:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1189314
Anzahl Zeichen: 1710
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Regensburg
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 338 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum EU-Gipfel: Nicht erpressen lassen, von Daniela Weingärtner"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C
Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt
Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,
Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung
Weser-Kurier: Kommentar von Mirjam Moll zu Griechenland und EU ...
Von einem Silberstreif am Horizont, wie die griechischen Zeitungen schreiben, kann keine Rede sein. Denn schon einmal hatte man sich darauf geeinigt, dass Griechenland sich an die Reformen halten müsse, schon einmal hatte Alexis Tsipras Besserung gelobt - um dann das Gegenteil zu tun. Der sogen
Westfalen-Blatt: Vorabbericht: Hans-Werner Sinn, Chef des ifo-Wirtschaftsinstituts, befürchtet "Ansteckungseffekte", wenn Griechenland in der Eurozone bleiben sollte. ...
Hans-Werner Sinn, Chef des ifo-Wirtschaftsinstituts, befürchtet "Ansteckungseffekte", wenn Griechenland in der Eurozone bleiben sollte. "Wenn man Griechenland nachgibt, muss man das bei allen anderen auch tun. Dann könnte die linke Podemos-Bewegung in Spanien bald an der Regieru
neues deutschland: Blockupy-Aktivist zu Krawallen in Frankfurt am Main: "Wir distanzieren uns nicht von sozialem Widerstand" ...
Die Organisatoren der Blockupy-Proteste in Frankfurt am Main distanzieren sich nicht von den Randalen, die am Mittwoch die Proteste zur Eröffnungsfeier der Europäischen Zentralbank begleiteten. "Mir haben nicht alle Aktionen gefallen, aber wir distanzieren uns nicht von sozialem Widerstan
neues deutschland: Berliner Linie gegen Griechenland: Das Drehbuch ...
Das Drehbuch, nach dem das Ringen der SYRIZA-Regierung um eine Abkehr von der bisherigen Krisenpolitik torpediert werden soll, folgt einen simplen Plot: Diffamierung. Nicht nur Medien und Bundesregierung spielen da ihre Rollen, sondern auch ausgediente Politiker, die ihre Restlaufzeit in Brüssel




