Mitteldeutsche Zeitung: zu Israel
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Schwung, den Beziehungen zu anderen Staaten bisweilen unverkrampft
erleben. Die historische Schuld Deutschlands am Holocaust ist
nicht zu tilgen, die Verantwortung für den Kampf gegen den
Antisemitismus besteht fort. Daran gibt es auch keinen Zweifel.
Wenn aber Israels Ex-Botschafter in Deutschland, Avi Primor, Berlin
ermuntert, Jerusalem gegenüber kritischer aufzutreten, ist das ein
Fingerzeig. Nicht in die Richtung, den jüdischen Staat für alles in
die Pflicht zu nehmen, was in Nahost schiefläuft. Wohl aber zu
mahnen, dass auch Israel Verantwortung für einen gerechten Frieden
hat. Vielleicht fremdelt Israel ja gar nicht mit Kritik.
Vielleicht eher Deutschland - dabei, sie zu üben. Das macht es
schwierig. Die Freundschaft aber würde es nicht trüben. Und das
Verhältnis wäre um einiges normaler, so speziell es auch ist.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 12.05.2015 - 18:01 Uhr
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