Mitteldeutsche Zeitung: MZ zu Kasachstan-Connection
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erst, wenn er als Elder Statesman nicht mehr ganz so streng
angehalten ist, zwischen Politischem, Privatem und Eitelkeiten zu
unterscheiden. So etwa dürfte die mentale Verfasstheit derjenigen
aussehen, die sich wie die früheren Amtsträger Gerhard Schröder, Otto
Schily und Horst Köhler nun des Vorwurfs erwehren müssen, dem
kasachischen Diktator Nasarbajew zu Diensten gewesen zu sein. Die
Opposition hat Recht mit der Forderung nach umfassender Aufklärung
der unappetitlichen Nähe früherer Staatsmänner zum kasachischen
Despoten. Erst dann wird sich zeigen, ob die Mission der
Polit-Rentner zum Skandal taugt. Schon jetzt aber ist klar, dass mit
der weltweiten Neuausrichtung der Machtsphären eine Verwirrung der
ethisch-politischen Standards einhergeht.
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Hartmut Augustin
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Datum: 14.06.2015 - 16:00 Uhr
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