Mit 300.000 Unterschriften und einer Menschenkette vor dem Kanzleramt für den Kohleausstieg
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BUND,NABU, Klima-Allianz, Oxfam und 350.org Mit 300.000
Unterschriften und einer Menschenkette vor dem Kanzleramt für den
Kohleausstieg Demonstranten fordern konsequente Umsetzung des
G7-Klimaversprechens
Berlin, 1. 7. 2015 - Im Namen von mehr als 300.000 Kohlegegnern
demonstrieren Klimaschützer heute vor dem Koalitionsgipfel im
Kanzleramt für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohle. Die
Bürgerbewegung Campact, die Umweltschutzorganisationen Greenpeace,
NABU und BUND wie auch 350.org und die Entwicklungsorganisation Oxfam
haben die Unterschriften gesammelt. Sie werden in 100 Kisten vor dem
Eingang zum Kanzleramt gestapelt. Anschließend bilden die
Klimaschützer eine Menschenkette und mit zweieinhalb Meter großen
Lettern den Schriftzug "300.000 gegen Kohle". Die Unterzeichner
fordern Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar
Gabriel (SPD) auf, jetzt einen schrittweisen, verbindlichen
Kohleausstieg zu beschließen. "Die Bundesregierung muss im
Klimaschutz endlich Verantwortung übernehmen und den schrittweisen
Kohleausstieg beschließen. Klimaschutz ohne Kohleausstieg ist wie ein
Airbag ohne Luft: das funktioniert nicht", sagt
Greenpeace-Energieexpertin Susanne Neubronner.
Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau hat sich Angela Merkel Anfang
Juni für ihre Ankündigung feiern lassen, die sieben großen
Industriestaaten würden schrittweise aus klimaschädlichen fossilen
Energien aussteigen. Doch in Deutschland lässt die Kanzlerin ihren
Worten bislang keine Taten folgen. Sie stellte sich bisher nicht
hinter Sigmar Gabriels Vorschlag, alte und besonders schmutzige
Kohlekraftwerke einen zusätzlichen Klimabeitrag leisten zu lassen.
Inzwischen droht sich der Vorschlag des Kohlelands
Nordrhein-Westfalen und der Bergbaugewerkschaft IG BCE durchzusetzen,
der Kohlekraftwerke schont und den Betreibern finanzielle
Zugeständnisse macht. Die Entscheidung soll beim heutigen
Koalitionsgipfel fallen. "Angela Merkel darf nicht kurz nach dem
G7-Gipfel ihr Klimaversprechen verraten. Wir brauchen kein teures
Subventionsprogramm für die Konzerne, sondern endlich ein klares Ende
für den Klimakiller Kohle", so Chris Methmann von Campact.
Mehrheit der Deutschen für Kohleausstieg bis spätestens 2040
Bei einer repräsentativen Emnid-Umfrage sprachen sich im Juni 59
Prozent der Befragten für einen Ausstieg aus der Kohle bis spätestens
zum Jahr 2040 aus. "Der Kohleausstieg wird von einer großen Mehrheit
der Bevölkerung unterstützt. Gibt die Bundesregierung dem Druck der
Kohlekonzerne nach, handelt sie gegen diesen erklärten Willen und zum
Nachteil der Bevölkerung. Das wäre ein fatales Signal, nicht zuletzt
für die Weltklimakonferenz in Paris", so Tina Löffelsend vom BUND.
Um die Erderwärmung unter der kritischen Grenze von zwei Grad zu
halten, muss laut Weltklimarat der größte Teil der verbleibenden
Kohle-, Öl- und Gasvorräte im Boden bleiben. Dabei kommt Deutschland
als Weltmeister im Verbrennen klimaschädlicher Braunkohle eine
besondere Verantwortung zu. "Der fortschreitende Klimawandel
vernichtet die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in
Entwicklungsländern und verschärft Armut und Hunger weltweit. Die
Bundesregierung handelt verantwortungslos, wenn sie den Ausstieg aus
der Kohle weiter verzögert", so Bastian Neuwirth, Klima-und
Energieexperte bei Oxfam.
Achtung Redaktionen: Ort: Forum vor dem Kanzleramt,
Willy-Brandt-Str. 1, Berlin, Zeit: 1. Juli 2015, 17-19 Uhr, Für
Rückfragen: Susanne Neubronner (Greenpeace), Tel. 0171-569 05 76;
Chris Methmann (Campact), Tel. 0163-260 51 53; Tina Löffelsend
(BUND), Tel. 0176-200 670 99; Bastian Neuwirth (Oxfam), Tel. 0176-239
53 665; Stefanie Langkamp (Klima-Allianz), Tel. 0175-837 92 69; Tina
Mieritz (NABU), Tel. 0173-352 28 72
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Datum: 01.07.2015 - 17:09 Uhr
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